Eine völlig neue Idee des Wohnens ging im Kurpark in Bad Radkersburg in Betrieb. Bei diesem Konzept, das die Hotelgruppe Jufa gemeinsam mit der Investorengruppe K100 umsetzte, handelt es sich nicht um herkömmliche Eigentumswohnungen. Es ist eine Mischung aus touristischer Nutzung und normalem Wohnen. Dabei können auch Eigentümer der Wohnungen auf die Dienstleistungen der Unterkunft zurückgreifen.

Zuerst Gast, dann Eigentümer

Diese umfassen beispielsweise ein Frühstück oder Restaurantbesuche im Jufa. „Der moderne Gast sucht heute keinen klassischen Aufenthalt mehr, sondern einen Ort, der aktiven Lebensstil, Wohlbefinden und erstklassige Servicequalität vereint. Mit dieser innovativen Verschmelzung aus privatem Wohnen und unserer Hotel-Infrastruktur haben Interessenten die Möglichkeit, die Wohnung zunächst als Hotelgast zu nutzen und erst anschließend über Kauf und Eigentum zu entscheiden“, erklärt Jufa-Geschäftsführer Gerhard Wendl.

Bürgermeister Karl Lautner hob die Bedeutung des Erholungsortes Bad Radkersburg hervor
Bürgermeister Karl Lautner hob die Bedeutung des Erholungsortes Bad Radkersburg hervor © KLZ / Andreas Neumayer

Zwei Drittel der Wohnungen sind schon vergeben. Der Wohnpark umfasst von kompakten Wohnungen bis hin zu Penthouse-Wohnungen mit Dachterrasse ein vielseitiges Angebot. Jufa spricht damit Familien und Langzeiturlauber an, die die Gemütlichkeit und Privatsphäre einer Wohnung mit sämtlichen Leistungen des Hotels kombinieren können.

Ein Plus für die Region

„Es freut mich, dass sich aus dem leeren Gelände nun so ein hervorragendes Projekt entwickelte. Der gemeinsame Wille war entscheidend und Bad Radkersburg kann mit den Wohnungen samt Hotel-Service wieder was Neues aufbieten“, betonte Bürgermeister Karl Lautner.

Der Wohnpark besteht aus mehreren Eigentumswohnungen, die mit Hotel-Leistungen kombiniert werden können
Der Wohnpark besteht aus mehreren Eigentumswohnungen, die mit Hotel-Leistungen kombiniert werden können © KLZ / Andreas Neumayer

Regionale Jufa-Hotels im Aufwind

Für die Standorte in der Umgebung gibt Wendl zuversichtliche Aussichten: „Mit dem Standort in Bad Radkersburg haben wir das Hotel mit den modernen Appartements. Tieschen zeichnet mit dem Weinhotel eher das Traditionelle aus. Gnas punktet mit Sportangeboten. Deutschlandsberg und Leibnitz entwickeln sich im Bereich Tagungen und Seminare sehr gut. Die Standorte sind abgesichert“. Diese Hotels verzeichneten laut Jufa ein Nächtigungsplus.

Aufgrund der geopolitischen Lage und den Folgen wie dem momentanen Kerosinmangel würden sich viele Leute für einen Urlaub in der Steiermark entscheiden. „Alle Standorte in der Region werden über den Sommer ein besseres Image bekommen, da die Hotels einfach viele Freizeitmöglichkeiten anbieten“, sagt Wendl.

Jufa-Hotels wie in Leibnitz sind vor allem wegen ihren vielseitigen Freizeitangebote gefragt
Jufa-Hotels wie in Leibnitz sind vor allem wegen ihren vielseitigen Freizeitangebote gefragt © Thomas Wieser

Die heimischen Urlauber würden eher das regionale Freizeiterlebnis suchen. „Die Gäste fragen beispielsweise nach schönen Wanderwegen und suchen das Regionale. Genau das können die Standorte Leibnitz, Deutschlandsberg, Tieschen, Gnas sowie Bad Radkersburg anbieten“, freut sich der Geschäftsführer.