Nur wenige Stunden nach dem verheerenden Amoklauf an einer Grazer Schule kam es Dienstagabend im südsteirischen Leibnitz zu einem Großeinsatz für die Polizei. Mehrere Streifen sowie Spezialkräfte mit teils schwerer Schutzausrüstung rückten gegen 21.30 Uhr im Bereich der Hasendorfer Straße aus. Aufgrund der zunächst unklaren Bedrohungslage wurde die nähere Umgebung abgeriegelt.

Stahlkugel blieb stecken

Auslöser war die Anzeige einer Pkw-Lenkerin bei der Polizeiinspektion Leibnitz, weil die Heckscheibe ihres Wagens während der Fahrt plötzlich mit einem lauten Knall zerborsten war. Als sie stehen blieb und Nachschau hielt, entdeckte sie, dass eine Stahlkugel in der zerstörten Glasscheibe stecken geblieben war. Die Lenkerin blieb unverletzt, das angeforderte Rote Kreuz musste nicht eingreifen.

Suche nach Täter läuft

Wie sich bei ersten Ermittlungen der Polizei herausstellte, handelte es sich dabei um eine 5 bis 7 Millimeter große Stahlkugel, die vermutlich mit einer Schleuder auf den fahrenden Pkw abgeschossen wurde. Die sofort eingeleitete Fahndung nach dem bisher unbekannten Täter im Nahbereich und den angrenzenden Wohnhäusern verlief bisher erfolglos.