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BesonderheitJetzt gibt es auch in der Südoststeiermark Trüffel und Safran

Andrea und Wolfgang Diesel ernteten heuer erstmals Stradener Trüffel. In Tieschen bauen sie Safran an. Beides erfordert viel Aufwand.

Die Trüffel im Vergleich zu einer Ein-Euro-Münze in der Mitte © Schmidbauer
 

Trüffel zählen zu den teuersten und kulinarisch wertvollsten Speisepilzen der Welt. Jahrhundertelang waren sie in der ländlichen Küche bedeutend, heute werden sie beinahe nur noch in der Haute Cuisine verwendet. Frankreich und Italien sind typische Länder, wo hochwertige Trüffel gefunden werden. Und es gibt sie auch in der Südoststeiermark: „Wir sind stolz, ab heuer die erste steirische Plantagen-Trüffel in Bio-Qualität, die sogenannte Stradener Trüffel, regelmäßig ernten zu können“, erzählt Andrea Diesel.


2009 hat die Grazerin gemeinsam mit ihrem Mann Wolfgang Diesel ein Grundstück in Marktl bei Straden gekauft. Rund 1000 Bäume – Hainbuchen, Zerreichen, Schwarzföhren und Baumhaseln – pflanzten die beiden auf dem ein Hektar großen Grundstück. Deren Wurzeln wurden zuvor von den Biologen Alexander Urban und Toni Pla mit dem Myzel der Burgundertrüffel und der Perigordtrüffel geimpft.

 

Gute Nase: Andrea Diesel mit Coco auf Trüffel-Suche Foto © Walter Schmidbauer


Es folgten sieben Jahre aufwendiger Pflege. Der Boden soll pH-neutral sein und locker gehalten werden. Beim Baumschnitt muss man auf eine Ausgewogenheit zwischen Licht und Schatten achten. „Das ist aber keine Garantie, dass man dann auch Trüffel ernten kann“, erklärt Diesel.
Erleichtert war man dann vor zwei Jahren, als man die ersten Pilze fand. Seit heuer kann Trüffel regelmäßig geerntet werden. Bei der Suche hilft „Coco“, ein 15 Monate alter Lagotto Romagnolo. Die italienische Rassehundeart wird bevorzugt für Trüffelsuche verwendet und dafür auch ausgebildet.

Rund 1000 Bäume haben Andrea und Wolfgang Diesel in Straden gepflanzt Foto © Walter Schmidbauer

Safran, das rote Gold


Neben Trüffel erntet Diesel, die ihr Handwerk in der Gartenbauschule Langenlois lernte, eine weitere kulinarische Spezialität. Safran, das rote Gold und das teuerste Gewürz der Welt. 80.000 Zwiebeln wurden auf einem Feld in Tieschen händisch ausgelegt. Der Arbeitsaufwand ist enorm. Gejätet wird händisch und auch die Ernte ist sehr aufwendig. 150 Blüten braucht man für ein Gramm Safran. Drei Fäden kann man pro Blüte zupfen.

 Beim Trocknen verlieren die Safranfäden 20 Prozent ihres ursprünglichen Gewichtes. Bei luftdichter, dunkler und kühler Lagerung erreicht Safran erst bei der Nachreife das volle Aroma. Eine Arbeit, die sich lohnt, denn laut Diesel herrscht eine unglaublich hohe Nachfrage.

Im Hauben-Menü

Begehrt sind auch die „Stradener Trüffel“. Heimische Spitzenköche wie Norbert Thaller, Hans-Peter Fink und Harald Irka haben sie bereits begutachtet und die Qualität als hervorragend eingestuft. Erstmals vorgestellt wurden sie kürzlich in der Saziani Stubn in Straden – verarbeitet von Drei-Hauben-Koch Harald Irka.

Harald Irka brachte die Trüffel in der Reihe „Mischen Possible“ mit frischem Meeresfisch aus Triest in der Saziani Stubn auf den Tisch Foto © KK

 

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