Ruhig und interessiert schaut Emelie ihrem Gegenüber in die Augen. Das fünfjährige Mädchen leidet – vermutlich schon seit seiner Geburt – an Epilepsie, verbunden mit anfänglichem Autismus. „Es gibt Momente, in denen sie einfach nur schreit und Sachen herumwirft“, schildert Vater Hannes Hönigl. Klare Strukturen würden ihr im Alltag helfen.
Zuerst war nicht klar, dass Emilie krank ist: „Mit zweieinhalb konnte sie noch nicht sprechen, aber ich habe mir keine Sorgen gemacht, weil der Kinderarzt meinte, dass das noch kommt.“ Erst nach einer Spezialuntersuchung an der Kinderklinik Graz stand die Diagnose fest. Heute kann Emilie 10 bis 15 Wörter, ansonsten verständigt sie sich durch Säuseln oder Wimmern.
Keine Verständigungsprobleme gibt es auch mit den Kindern im heilpädagogischen Kindergarten, den das Mädchen regelmäßig besucht: „Es tut ihr gut, mit anderen Kindern zusammenzusein“, erzählt der Vater. „Einmal wollte sie sogar am Samstag hingehen.“ Den Nachmittag verbringen Tochter und Vater gerne draußen: „Das tut ihr gut.“ Emelie spielt aber auch gerne: „Seit Kurzem kann sie Legosteine zusammensetzen“, freut sich der Vater über die Fortschritte. Auch Kinderfilme liebt das kleine Mädchen: „,Drachenzähmen leicht gemacht‘ und ,Tinkerbell‘ sind ihre Lieblingsfilme.“
Mehr Therapie
Seit der Diagnose bekommt Emilie auch Medikamente, die die Krankheit eindämmen sollen. Mithilfe von Therapien will man nun weitere Fortschritte erzielen – allerdings wird nur ein Teil davon von der Kasse finanziert. „Steirer helfen Steirern“ will nun einspringen und weitere Therapieeinheiten finanzieren.
Versorgt wird Emilie von ihrem Vater Hannes, ihre Mutter hat die Familie verlassen, als das Mädchen noch ein Baby war. Kleinkriegen lässt sich der Obersteirer nicht – auch trotz eingeschränktem Hörvermögen nach einem Arbeitsunfall: „Ich versuche mich jeden Tag selber aufzubauen.“ Auch die zweite Tochter lebt in der gemeinsamen Wohnung.
Sein Wunsch für Weihnachten: „Dass mit den Kindern alles in Ordnung kommt.“