Was verbindet Yves Saint Laurent mit dem Vizebürgermeister von Takern II, mit Nana Mouskouri, der Addams Family und Heinz Conrads? Und was in aller Welt hat Al Bundy damit zu tun? Wenn Hobbyorganist Clemens Anton Klug am Rosenmontag in die Tasten greift, füllt sich die Grazer Stadtpfarrkirche mit Melodien, die in den hauseigenen Liederbüchern ganz sicherlich nicht vertreten sind. Und das klingt richtig gut!

„Wenn man in eine Kirche geht, dann hat man eine gewisse Erwartungshaltung“, weiß Klug, der im Zivilberuf Opernagent und Kulturmanager ist, „und genau diese Erwartungshaltung möchte ich durchbrechen.“ Mit viel Witz und Charme mäandert Klug in seinem Programm „Organspende – Heiteres von der Orgelbank“ durch Jahrzehnte populärer Film- und Fernsehmusik, spielt die Kennmelodie zu den legendären Miss-Marple-Filmen oder überlässt die Bühne ausnahmsweise nicht dem heiligen Franz von Assisi, sondern dem großen Franz von Sinatra. Auch Schlager aus den Dreißigerjahren verwandeln sich im volltönenden Orgelsound zu etwas faszinierend Eigenständigem. Clemens Anton Klug setzt die Lieder, bei denen vermutlich die meisten Fußspitzen ganz von allein zu wippen beginnen, raffiniert in einen biblischen Kontext. Das sei theologisch vielleicht nicht ganz haltbar, schmunzelt er, aber ausgestattet mit viel Humor und profunder Kenntnis der biblischen Texte ein musikalisches wie kabarettistisches Erlebnis. Unterstützung erhält Klug bei seiner humorvoll-musikalischen „Organspende“ von der griechischen Sopranistin Elina Sadova. Der Erlös des Abends kommt „Steirer helfen Steirern“, der Hilfsaktion der Kleinen Zeitung, zugute.

Was: „Organspende – Heiteres von der Orgelbank“. Orgelkabarett von Clemens Anton Klug
Wann: 3. März, 19.30 Uhr
Wo: Stadtpfarrkirche Graz
Eintritt: Mindestspende 10 Euro