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Steirer des TagesAuch der Lehrer braucht Begeisterung

Hans Eck zeigt Lehrern, wie man Naturwissenschaften im Unterricht so vermittelt, dass Kinder begeistert sind.

Der Weststeirer Hans Eck (63) brachte zuletzt einen Lehrbehelf zum Thema „Holz“ heraus. Eben wurden Youtube-Filme mit Experimenten dazu fertig, eine eigene App ist in Arbeit © Karl Mayer
 

Warum ist Holz das ideale Material, um einen Dachstuhl zu bauen? Wie viel tausend Liter Sauerstoff gibt eine Tanne täglich ab? Wie bastelt man einen Feuchtigkeitsmesser aus Furnierstreifen?

Es sind solche lebensnahen und doch überraschenden Fragen, mit denen der weststeirische Pädagoge Hans Eck und seine Mitstreiter mit ihrem jüngsten Werk für Begeisterung sorgen: Ein Forscherheft, das (zusammen mit der Initiative pro:Holz) als Lehrmittelbehelf Lehrern zur Verfügung gestellt wird. Seit wenigen Tagen sind Videos mit Experimenten auf Youtube zu finden, an einer App wird gearbeitet.

Das alles ist so ganz nach dem Geschmack des Voitsbergers, der 30 Jahre als Lehrer für Mathematik, Physik und Chemie an der Hauptschule wirkte. Die Liebe zu den Fächern pflanzte ihm wohl sein Vater ein, ein Grubenelektriker im Bergbau. „Schon als Kind durfte ich in die Grube mit einfahren und habe erlebt, wie die Kohle lebt.“ Jeder Bergarbeiter habe damals eine kleine Mineraliensammlung gehabt. Eck hat daher schon als Kind begonnen zu sammeln und nennt jetzt Tausende Stücke sein eigen, darunter einzigartige Mineralien. Alle selbst gefunden.


Über die Buchhandlung Walter Kienreich in Voitsberg und später das Joanneum Graz eignete sich Eck ein enormes Wissen zu Bergbau, Mineralienkunde und Heimatkunde an. Doch seine Interessen blieben nicht papieren: „Ich war immer ein Bastler und Tüftler, es gab bei mir keine Unterrichtsstunde ohne Experiment.“

Zur Person

Hans Eck, 1955 in Voitsberg geboren, studierte Lehramt in Graz und war dann an der Hauptschule tätig.

Seit 30 Jahren ist er Referent an der PH Steiermark. Zahlreiche Projekte in ganz Österreich.

Der Weststeirer hat eine große private Mineraliensammlung.

Von Voitsberg aus scharte er gleichgesinnte Lehrer um sich. Später entstand dann ein regionales Netzwerk zum Austausch von Ideen. Eck wechselte dann nach Graz an die Pädagogische Hochschule und veranstaltet seit Jahrzehnten Workshops zu naturwissenschaftlichen Themen in ganz Österreich. Bei mehreren größeren Projekten („Papier macht Schule“, Lerngarten zum Thema Energie etc.) war er federführend, so „nebenher“ verfasste er (bergmännische) Kapitel in 14 Ortschroniken; fast jeden Nachmittag ist er heute im Gelände unterwegs, fotografiert, interviewt die Einheimischen und sammelt.

Was ist für den dreifachen Vater, der im Rosental lebt, das Erfolgsrezept, damit Kinder nicht als Jugendliche die Lust an den Naturwissenschaften verlieren? „Das Internet bietet heute viele Möglichkeiten, die es früher nicht gegeben hat. Aber das Wichtigste ist noch immer, dass der Lehrer selbst begeistert ist.“

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