AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Steirer des TagesJosel-Trio feiert gleich dreifachen Geburtstag

Mit Rudolf (80) und Manfred (75) Josel feiern gleich zwei Jazz-Legenden Geburtstag. Mit ihnen das Josel-Trio.

Rudolf und Manfred Josel feiern ihren Geburtstag mit Konzerten in Fürstenfeld und Graz
Rudolf und Manfred Josel feiern ihren Geburtstag mit Konzerten in Fürstenfeld und Graz © Christa Strobl
 

Mann muss die Feste feiern, wie sie fallen – und nicht oft fallen sie so günstig wie bei den Brüdern Rudolf und Manfred Josel und ihrem Josel Trio. Was die beiden gemeinsam haben: ein außerordentliches Talent für Musik, was ihnen über Jahrzehnte hinweg eine Bilderbuchkarriere sowohl in der Jazz- als auch in der Klassiklandschaft bescherte. Und noch etwas eint sie: ein dreifaches Jubiläum, das die beiden Jazz-Legenden dieser Tage feiern werden. Rudolf, der 1939 in Graz geboren wurde, wird diese Woche 80, Manfred, der 1944 in Leibnitz zur Welt kam, im April 75.

Das Josel-Trio, das Rudolf gemeinsam mit seinem Bruder und mit Toni Bärnthaler am Bass gründete, gibt es nunmehr seit 60 Jahren. Anlass genug, um am 23. Jänner zu einem Galakonzert in Fürstenfeld zu laden, bei dem der Posaunist und der Schlagzeuger gemeinsam mit jahrelangen und bewährten Weggefährten wie Klaus Melem (Bass), Dejan Pecenko (Piano) und Massimo d’Avola (Tenorsax) als Rudi Josel All Star Quintett auf der Bühne zu sehen sein werden. Im Royal Garden Jazz Club in Graz ist am 25. Jänner ein Auftritt geplant.

Dass die Brüder mit Musik Karriere machen würden, dafür setzte sich ihr Vater ein, der der Mutter im Krieg brieflich streng auftrug, die Kinder in den Musikunterricht zu schicken. Rudolf lernte daraufhin Klavier und Cello, bevor er die Posaune für sich entdeckte, Manfred Klavier und Klarinette. Der Jazz interessierte Rudolf, der 1957 eine Stelle bei der Grazer Philharmonie annahm, schon früh. „Zuhause übten wir gemeinsam, ich probierte mit, so lange, bis halt was ging“, sagt Manfred Josel.

Als Rudolf erfuhr, dass eine Schlagzeugstelle frei wurde, animierte er seinen jüngeren Bruder, Schlagzeug zu lernen. Nach nur einem halben Jahr Unterricht bekam er diese Stelle tatsächlich. „Wir waren drei Schlechte, den Besten von den Schlechten haben sie genommen“, sagt er zu dieser Entscheidung. Die Zeit vor den Orchesterproben nutzen die beiden zu gemeinsamen Jazz-Proben. „Wir haben ab halb acht in der Früh trainiert wie die Wahnsinnigen, und das fast jeden Tag!“

Rudolf Josel war von 1964 bis 2000 erster Soloposaunist der Wiener Philharmoniker und des Wiener Staatsopernorchesters. Manfred Josel wurde 1985 ordentlicher Professor am neuen Jazz-Institut der Hochschule für Musik in Graz. Sein Rat für junge Musiker? „Egal, ob Jazz oder Klassik: Ohren auf, Ohren auf, Ohren auf!“

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren