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Steirer des Tages

Junckers Sprachrohr

Ein Grazer wird Pressesprecher von Kommissionspräsident Juncker.

Theologe und Diplomat: Christian Wigand © Privat
 

Wolfgang Brandstetter weiß nicht so recht, ob er sich über den Abgang seines Pressesprechers freuen oder den Schritt bedauern soll. „Ich sehe das mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, erklärt der Justizminister im Gespräch mit der Kleinen Zeitung gestern Abend. Christian Wigand übersiedelt an diesem Wochenende nach Brüssel und wechselt ins Sprecherteam von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. „Er war einer meiner wertvollsten Gesprächspartner, mit dem ich tief stehende Grundsatzüberlegungen anstellen konnte“, berichtet Brandstetter. „Aber natürlich überwiegt die Freude über so einen einmaligen Karriereschritt.“


Für einen Spitzenjob in Brüssel hat der 34-jährige Grazer eine untypische Karriere hingelegt. Nach der Matura am Akademischen Gymnasium ging er nach Gießen, um evangelische Theologie zu studieren. „Pfarrer wollte ich nie werden“, erzählt Wigand, der besonnen, zurückhaltend, leise auftritt, aber nicht minder zielstrebig ist. „Mich haben eher theologische Grundsatzfragen interessiert.“ In Deutschland lernte er seine Frau kennen. Nach seiner Rückkehr wurde er Vorsitzender der Evangelischen Jugend Österreich. Beruflich sattelte er um und absolvierte die Diplomatenakademie. Von dort weg wurde er von Ursula Plassnik als parlamentarischer Mitarbeiter engagiert, dann ging er zu Justizministerin Karl.


Für den Job in Brüssel hat sich Wigand beworben. In einem Hearing schlug er eine Fülle von Mitbewerbern aus dem Feld. Erst vor zwei Wochen ereilte ihn der erlösende Anruf, dass er das Rennen gemacht habe. Seine Frau und seine beiden Kinder (zwei und fünf Jahre) begleiten ihn nach Brüssel. Mit im Gepäck ist auch seine E-Gitarre. Wigand, der aus einer hochmusikalischen Grazer Familie stammt, spielt leidenschaftlich gern Jazz.

MICHAEL JUNGWIRTH

Kommentare (1)

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lian007
0
1
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Gratulation..

...und großen Respekt für diesen jungen Grazer!
Das sind ja mal schöne Neuighkeiten.

Alles Gute ihm für seine weiter Karriere, aufdass er Österreich immer im Herzen behält in Brüssel.

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