Die Aufregung unter Hartberger Eltern ist groß. In diversen Kanälen macht das Gerücht die Runde, dass ein dubioser Mann versuchen soll, die Kinder an den Bushaltestellen mit sich zu locken. Lehrerinnen sollen die Eltern via Nachrichten schon gewarnt haben, die Verunsicherung ist groß. An den Schulen kennt man das Problem und hat die Polizei eingeschaltet.
Dort erzählt man von einem Vorfall letzte Woche, wo ein Mann in die MS Gerlitz gekommen sein und gebettelt haben soll. "Er ist dort in den Innenhof gegangen und hat die Kinder angeredet", erzählt Polizist Bernhard Heschl. Manche von ihnen soll er auch am Oberarm berührt haben. Seine daraufhin verständigten Kollegen machten den Mann ausfindig. "Sie haben ihn vehement darauf hingewiesen, dass er Kinder nicht belästigen darf", sagt Heschl, betont allerdings: "Wenn er nicht aggressiv bettelt, ist das auch nicht verboten."
Bei Vorfällen sofort melden
Auf der Polizei hat man den Fall seither als erledigt betrachtet, gemeldet hat sich dort niemand mehr und auch den Mann will man in der Nähe von Schulen seither nicht mehr gesehen haben. Von Belästigungen an Bushaltestellen ist den Beamten bis dato noch nichts zu Ohren gekommen. "Sobald so etwas passiert, soll die Polizei gerufen werden. Am besten unter 133", appelliert Heschl und sagt: "Es hilft nichts, wenn wir das fünf Stunden später erfahren." Wenn die Streife die Person auf frischer Tat ertappt, sei dies das Beste.
Um die Verunsicherung nicht noch größer werden zu lassen, will man bei der Polizei die Streifen informieren, in diesem Bereich in Zukunft besonders aufzupassen und ein Augenmerk auf derartige Vorfälle zu haben. "Wenn wir wissen, wo die Problemzonen sind, dann können wir uns auch darauf einstellen", betont der Polizist.
Kinder sensibilisieren
Um die Kinder zu sensibilisieren, hat man auch in der Volksschule und der MS Gerlitz dieses Problem gemeinsam mit den Schülern bereits erörtert. "Solche Sachen passieren immer wieder einmal, es geht darum, wie man die Kinder sensibilisiert", heißt es aus der Volksschule. "Wenn Kinder angesprochen werden, ist das immer ein Problem, die Polizei hat jetzt aber alles im Griff", betont man auch in der MS Gerlitz.