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Weltmilchtag"Fünf Cent mehr pro Liter würden das Tierwohl weiter steigern"

Ein dauerhaft niedriger Milchpreis macht den heimischen Milchbauern zu schaffen: für einen Liter gibt es gerade einmal 38 Cent. Viele Höfe haben bereits zugesperrt. Ein Betriebsbesuch in Grafendorf.

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Ob halb leer oder halb voll: Milchbauer Maximilian Kopper sieht Handlungsbedarf, was die Milch angeht © Wurzinger
 

Hartberg-Fürstenfeld ist der rinderreichste Bezirk und eine der milchlieferstärksten Regionen der Steiermark. 570 Bauern produzieren im Jahr rund 84 Millionen Kilogramm Milch. Die Menge würde ausreichen, um etwa den Großraum Graz zu versorgen. Einer der Milchbauern ist Maximilian Kopper vom gleichnamigen Biohof in Stambach bei Grafendorf. Ein Bauer, wie er im Bilderbuch steht.

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Amadeus005
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Jeder darf mehr verlangen

Es sind die Großkonzerne, die die Kleinen erpressen und ausspielen.

scionescio
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„ Um die Preis-Kostenschere möglichst klein zu halten, versuchen immer mehr Milchbauern durch größere Milchmengen die Kosten zu decken.“

Wir ersaufen in Milchseen und es gibt ein massives Überangebot an Milch von sogenannten Turbokühen, die mit importiertem Kraftfutter zu immer noch höheren Milchleistungen getrieben werden - höchstes Tierleid inklusive!
Statt Qualität wird auf Quantität gesetzt und wir alle dürfen als Steuerzahler noch die Subventionen für diesen Wahnsinn in jeder Hinsicht bezahlen!
Abgesehen davon, dass es auch viele Meinungen gibt, dass der übermäßige Milchkonsum uns mehr schadet als nützt und hauptsächlich auf gelungene Werbung zurückzuführen ist, hält sich mein Mitleid für eine Kleingruppe von Dauerjammerern, die glauben, unabhängig von der Nachfrage und der Qualität der angebotenen Ware sich auf Kosten von Tierleid ein schönes Leben machen zu können, sehr in Grenzen- warum wählen sie seit Jahrzehnten eine Partei, die für diese Situation zuständig ist und offensichtlich dem Handel mehr zugetan ist und warum stellen sie nicht auf höchstnachgefragte Bioprodukte um, wo es keine Absatzprobleme gibt, wenn die Qualität stimmt?
Jeder andere Unternehmer muss sich nach der Nachfrage richten und entsprechend innovativ sein, wenn sich die Zeiten ändern- viele Bauern wählen einfach ÖVP und gehen davon aus, dass dann die Subventionen schon fließen, wenn sie laut genug jammern - so wird nachhaltige, tierfreundliche, umweltfreundliche und klimaschonende Politik seit Jahrzehnten verhindert!

melahide
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Lebensmittel

Sind heutzutage einfach viel zu billig. Die Konzerne können ihre Chemie e billig verkaufen, aber ECHTE Lebensmittel wo Tiere involviert sind, oder menschliche Arbeitskraft, das muss schon einen Wert spiegeln. Und das sollte auch wo es nur geht regional produziert, abgefüllt und verkauft werden.

mobile49
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noch nie waren lebensmittel so billig

und unnützes so teuer .

würde jeder bauer für seine produkte entsprechend entlohnt werden , wären sie nicht mehr nur "almosenempfänger" oder "massentierstallbetreiber" oder "wutbauer"

homerjsimpson
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Ja aber wer trägt dafür die Schuld?

Jedenfalls auch die Wähler, die die Partei wählen, die das seit Jahrzehnten so macht: Die ÖVP. Und wie schon unten geschrieben: Niemand wählt stärker die ÖVP als Bauern. Also....auch selbst schuld.

mobile49
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dazu gebe es auch ein treffendes sprichwort

und ich liebe sprichwörter , wie hinlänglich bekannt ist ;-)

nur die d..... kuh wählt sich den schlachthof selbst

Dr.B.Sonnenfreund
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Diskrepanz

Ich sehe folgende Diskrepanz: Beim Sprit fürs Auto blättern wir 1,30€ pro Liter locker hin, ohne zu murren, und viele Grüne wüschen sich noch einen höheren Preis. Bei der wertvollen Milch , von der eine Durchschnittsfamilie nur etwa einen Liter pro tag braucht, wir um jeden Cent gefeilscht, das finde ich unangebracht.

homerjsimpson
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Benzin ist viel zu billig...

seit Jahrzehnten immer billiger geworden (wenn man die Inflation bedenkt). Und trotzdem wird gejammert. Bei der Milch wird auch möglichst das Billigeste gekauft. Also kein Widerspruch, sondern das selbe Problem: Alles soll super billig sein. Dann ist es aber nicht sozial oder ökologisch. Beides geht nicht.

5 Cent mehr pro Milch würde bedeuten, dass die Milch im Laden mindestens 20 Cent teurer ist. Ich wäre bereit das zu zahlen, 90% nicht.

meister54
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Vollkommen richtig!

Der Treibstoffpreis wird schon des Klimawandels wegen steigen, der Milchpreis sollte aus Einsicht den Bauern gegenüber deutlich angehoben werden.

meister54
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ÖVP Ministerium

Seit Jahrzehnten ist das Landwirtschaftsministerium in Händen der ÖVP. Unverständlich, warum es nicht mehr für die Bauern zustande bringt.

homerjsimpson
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Warum ist das so?

Die Landwirtschaftsminister (derzeit Köstinger) fordern höheren Preis, Handel und Wirtschaftsminister (ÖVP) lachen gemeinsam mit ihr hinter den Kulissen, weil alle wissen wer das Sagen hat: Die Wirtschaft. Die Bauern bekommen dann Förderungen, aber nie einen fairen Preis. Und was wählen 80% der Bauern? Die ÖVP. Muss man leider sagen: Selbst schuld. ...