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PöllauFP-Mandatar sprengt Gemeinderatssitzung mit Megaphon

Am Donnerstag musste die Gemeinderatssitzung in Pöllau unterbrochen werden. FP-Gemeinderat Johann Berger beschuldigte mit Hilfe eines Megaphons lautstark Bürgermeister und Gemeinderäte.

Um 20.15 Uhr musste die Sitzung vom Pöllauer Bürgermeister Johann Schirnhofer unterbrochen werden
Um 20.15 Uhr musste die Sitzung vom Pöllauer Bürgermeister Johann Schirnhofer unterbrochen werden © Barbara Kahr
 

Mit einem schwarzen Rucksack betrat Gemeinderat Johann Berger (FP) Donnerstagabend den Sitzungssaal des Schlosses Pöllau. Neugierig und teilweise auch angespannt sahen ihn die Gemeinderäte und Zuhörer an. Die Stimmung war angespannt. Pünktlich um 19 Uhr eröffnete Bürgermeister Johann Schirnhofer (VP) die Sitzung und läutete die Fragestunde ein.

Berger kritisierte, dass die eingebrachten Korrekturen des Protokolls der vergangenen Sitzung nicht durchgeführt wurden. Obwohl er die Bestätigung von Amtsleiter Herbert Gamauf bekommen hätte, dass sie gemacht wurden. Der Gemeinderat unterstellte daraufhin Vizebürgermeister Josef Pfeifer (VP), dass er sämtliche Passagen der FPÖ im Protokoll raus nehmen wollte. Weiters sei die Audioaufnahme der Gemeinderatssitzung vom 5. April manipuliert worden. 

Hier gibt es einen Gesetzesbruch nach dem anderen.

Johann Berger, FP-Mandatar
Pfeifer wies den Vorwurf der Fälschung aufs Schärfste zurück. "Das ist mir zu wenig. Ihr habt mich auch verklagt, weil ich die Wahrheit gesagt habe", sagte Berger mit lautstarker Stimme verärgert. Der Vizebürgermeister versuchte den Gemeinderat über den Vorgang der Korrektureingabe für das Protokoll aufzuklären. Doch das ließ Berger kalt.

Mit den Worten "Ich muss meine Stimme schonen", zog der FP-Mandatar aus seinem mitgebrachten Rucksack plötzlich ein Megaphon heraus. Die Situation drohte gänzlich zu eskalieren. "Wir sind diese Anschuldigungen leid. Mach eine Aufsichtsbeschwerde, wenn dich das so verärgert," sagte Franz Spreitzhofer (SP), um Berger zu beruhigen. Ohne Erfolg. "Von dir brauche ich mir keine Weisheiten anhören. Die SPÖ hat genug Dreck am Stecken", wettert der Gemeinderat und holt damit zum nächsten Schlag aus und zwar lautstark über das Megaphon.

Ordnungsrufe ohne Erfolg

Ferner beschuldigte er Schirnhofer der Verleumdung und wollte eine Stellungnahme zu einer angeblich illegalen Rodung und illegaler Grundstücksenteignung (wir berichteten). Auch die drei Ordnungsrufe durch den Hausherren, der mit seinem Mikrofon versuchte Berger zu übertönen, blieben erfolglos. Es folgte ein kurzer Wettstreit zwischen dem Bürgermeister und dem FP-Mandatar, wer denn mit Hilfe von Mikrofon und Megaphon lauter wäre. Um 20.15 Uhr musste Schirnhofer die Sitzung schließlich unterbrechen.

Kommentare (4)

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blackpanther
1
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Politikerruf

Wenn sich solche Leute Politiker schimpfen dürfen, dann weiß man, warum viele kompetente Personen nicht mehr in die Politik wollen, weil sie dann mit solchen Einzelfällen in einen Topf geworfen werden.

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Lodengrün
2
31
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Manche

sind halt nicht ganz allein. Und er hat seine groupies. Blaue eben.

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AIRAM123
2
41
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Ein Fall fürs LSF

...

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reschal
5
54
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Und immer wieder

Es zeigt sich immer wieder, FPÖ-Politiker sind nicht in der Lage, zivilisierte politische Arbeit zu machen. Schade - aber entlarvend.

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