Kuscheliger Neuzugang in der Tierwelt Herberstein. Es gibt Nachwuchs bei den Roten Pandas, auch „Katzenbären“ genannt. Mitte Juni haben die Welpen – Männchen und Weibchen – das Licht der Welt erblickt. Reinhard Pichler, Tierarzt und zoologischer Leiter in dem oststeirischen Zoo attestiert dem tierischen Nachwuchs einen „sehr guten Nähr- und Allgemeinzustand“. Anfangs aber waren die Welpen so klein, dass man sich Sorgen machte, dass sie einem Raubvogel zum Opfer fallen könnten, so Karin Winkler von der Geschäftsleitung des oststeirischen Zoos.
Gefährdete Art
Die Freude ist jedenfalls groß, steht die Tierart doch seit 2008 auf der Roten Liste für gefährdete Arten. „Die Geburt der seltenen und gefährdeten Tiere ist ein bedeutender Erfolg für das internationale Artenschutzprogramm“, erklärt Winkler.
Weibchen 2024 erst eingezogen
Erst im Oktober 2024 zog nach dem Tod von Roter Panda-Weibchen „Anouk“ (Oktober 2023) ein Weibchen namens Kalina aus dem polnischen Zoo Plock zu Männchen Kaldon (wir berichteten). Und schon damals war die Hoffnung auf Nachwuchs groß. „Er spaziert ihr hinterher und markiert wie ein Weltmeister“, berichtete Pichler. Kein Wunder also, dass die Tiere im Frühjahr schon öfters beim Paarungsspiel beobachtet werden konnten.
Derzeit sind die Welpen, die bereits geimpft und auch gechipt wurden, fernab der Öffentlichkeit in einem geschützten Bereich untergebracht. Bis der jüngste Herbersteiner Nachwuchs regelmäßig zu sehen ist, wird es noch ein paar Wochen dauern. Allerdings kann man mit etwas Glück beobachten, wie die Babys von der Mutter in eine andere Nestbox getragen werden.
Viel zu tun für Wildtierarzt und Tierpfleger
Aber auch ansonsten gibt es in der Tierwelt viel zu tun. 700 Tiere, die sich auf 90 Arten aufteilen, betreut Tierarzt und zoologischer Leiter Reinhard Pichler hier. Wie der Arbeitsalltag des Dr. Dolittle aussieht? Das lesen Sie hier. Unterstützt wird er von 15 Tierpflegerinnen und -pfleger, die in verschiedenen Revieren im Einsatz sind. Vier weitere sorgen in der Futterküche dafür, dass auch alle Zoobewohner artgerecht versorgt sind.
Natürlich ist auch die Hitze, die nun auf uns zukommt, in der Tierwelt ein Thema. Aber woher stammt der Begriff „Affenhitze“ eigentlich?