Sie habe in den ersten Stunden und Tagen einfach funktioniert. „Es wird einem erst später bewusst, was passiert ist“, erklärt Evelyn Scherbler im Keller des Hauses, in dem sie seit 19 Jahren zur Miete wohnt. „Am Anfang schöpft man noch Wasser, bis man merkt, dass das nichts bringt, dass nur noch mehr nachkommt.“
Ein Jahr nach Hochwasser
Seelische Wunden in Neudau: „Beim ersten Regentropfen schrillen bei mir die Alarmglocken“
In der Nacht von 8. auf 9. Juni 2024 traf ein verheerendes Unwetter auf den Bezirk Hartberg-Fürstenfeld. Besonders stark betroffen war die Marktgemeinde Neudau. In drei Wellen verwandelte sie sich in eine „Seenplatte“. Die Wassermassen haben nicht nur Zerstörung hinterlassen, sondern auch seelische Wunden.
© Carmen Oster