Schwarze Gummistiefel stehen herum, zwei rote Mistschaufeln lehnen an der Wand: Bis vor wenige Wochen noch vom Hochwasserschlamm verdeckt, scheint sich der Grünstreifen vor dem größten Putenstall in Unterlungitz erholt zu haben. „Nach außen hin schaut alles gut aus, aber innen ist der Stall leer geblieben“, zieht eine schwarz gekleidete Frau einen gefalteten A4-Zettel aus ihrer hinteren Hosentasche. „Das ist der Grund, der nun das Ende einer 35-jährigen Landwirtschaft bei uns einläutet“, zeigt Bäuerin Petra Winkler-Heschl auf das Schreiben, in dem der Familie mitgeteilt wird, dass es für die 3000 im Hochwasser verendeten Puten keine Entschädigung geben wird. Diese Art von „Schäden“ seien schlichtweg nicht gedeckt.