Enorme SchädenGutachter stellt "Waldverwüstung" durch Rotwild fest

Waldbesitzer Christian Gölly aus dem Bezirk Murau kämpft mit "Schälschäden" durch Rotwild, die den Wert seiner Bäume vermindern. Ein Teil seines 32-Hektar-Besitzes gilt nun sogar offiziell als "verwüstet". BH will Maßnahmen treffen.

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Ein zu hoher Rotwildbestand macht Waldbesitzern im Bezirk Murau Sorgen
Ein zu hoher Rotwildbestand macht Waldbesitzern im Bezirk Murau Sorgen © Photohunter - Fotolia
 

"Ich bin kein Feind der Jagd, aber hier kann ich nicht mehr länger zusehen. Es muss etwas gegen den viel zu hohen Wildbestand unternommen werden", sagt Christian Gölly. Der Tierarzt aus St. Veit in der Gegend (Gemeinde Mühlen) besitzt im Bereich Noreia im Zirbitzkogel-Gebiet rund 32 Hektar Wald. Dort tummelt sich besonders viel Rotwild, das sogenannte Schälschäden verursacht. Die Tiere nagen an der Baumrinde, sodass unter anderem Pilze eindringen können, die Bäume schwer beschädigen. Der Wert des Holzes verringert sich dadurch enorm.

Kommentare (1)
oekoLogisch
3
2
Lesenswert?

Immer wieder das gleiche

besonders in der Steiermark und in Niederösterreich. Das Jagdrecht gehört an das Grundrecht angebunden. Dieses Recht gehört dann bundesweit als Gesetz umgesetzt. Das heißt, Grundbesitzer dürfen selbst bejagen. Dieses blabla mit Eigenjagd gehört weg. Pflichttrophäenschauen gehören endlich abgeschafft. Abschusspläne nach Alter sind nicht mehr zeitgemäß. Tierschutz geht vor Trophäen, das heißt, weibliche Tiere mit Nachwuchs sind in einem gewissen Zeitraum zu schonen. Fütterung gehört verboten, außer in wirklichen Notzeiten, z.B. ein Meter Neuschnee. Die Rotwildbestände sind im ganzen Land mindestens um zwei Drittel zu reduzieren. Die Abschusspläne sind ausschließlich nach Schäden zu erstellen. Zu den Schäden zählen nicht nur Schälschäden, sondern sämtlicher Verbiss inklusive Keimlingsverbiss und Fegeschaden. Wie denkt die Jägerschaft über diese Probleme und vor allem über die künftigen Klimaszenarien mit anderen Baumarten, welche unter diesen hohen Wilddichten keine Chance zum Anwachsen haben? Oder wollen alle dieses Problem der EU-Waldstrategie 2030 überlassen?