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Ärztin mahntKinder in der Krise: "Es fehlt das normale Leben"

Im Rehabilitationszentrum für Kinder und Jugendliche in Wildbad Einöd merkt man einen signifikanten Anstieg an psychischen Problemen bedingt durch den Lockdown. Ärztliche Leiterin mahnt zu Kurswechsel.

In Wildbad Einöd ist das Leben für Kinder und Jugendliche derzeit normaler als "draußen" © Sarah Ruckhofer
 

Es sind deutliche Worte, die Primaria Brigitta Lienbacher findet. Die gebürtige Murauerin ist ärztliche Leiterin des Rehabilitationszentrum für Kinder und Jugendliche in Wildbad Einöd (Gemeinde Neumarkt), der einzigen Reha-Einrichtung für junge Patienten mit psychischen Problemen in Südösterreich. "Kindern und Jugendlichen fehlt derzeit die Perspektive." Waren früher eher Kinder aus psychosozial belasteten Familienverhältnissen in Wildbad Einöd in Behandlung, sind es nun junge Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten. "Wir sprechen von Schlafstörungen, Einnässen, Essstörungen, Ängsten, Zwängen, Depressionen, Antriebslosigkeit und Panikattacken", verdeutlicht Lienbacher. Die wiederholten Lockdowns schlagen gerade jungen Menschen aufs Gemüt. "Es ist die Ungewissheit, die belastet. Bleibt die Schule offen, kann ich eine Lehrstelle finden, wie geht es weiter, wozu lebe ich überhaupt noch?"

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