Es wäre ein unbestrittener Höhepunkt im heurigen Kultursommer: In weniger als sechs Monaten, genau am 29. und 30. Juli, sollen in Zeltweg Stars wie Albano Carrisi, die Münchener Freiheit, Nik P., Fantasy, Melissa Naschenweng, die jungen Zillertaler, Giovanni Zarrella oder Michelle an zwei Tagen auf der Bühne stehen. Die zweite Auflage des erfolgreichen „Murtal Sommer Open Air“ fiel 2020 trotz Verschiebung Corona zum Opfer. Auch heuer stehen viele Fragezeichen hinter der Durchführung, vor allem die Ausbreitung der neuen Virus-Mutationen bereitet den Veranstaltern Sorgen.
„Es wird alles davon abhängen, wie sich die Situation im April und spätestens Mai entwickelt“, so Fohnsdorfs Bürgermeister Gernot Lobnig, bei dem heuer der administrative Schwerpunkt der Organisation liegt. Der Kartenvorverkauf ist in vollem Gange, mit der Werbung nach außen hin ist man zurückhaltend. „Derzeit können wir uns alles vorstellen – eine Testpflicht ebenso wie eine Impfpflicht, wenn es bis dahin genügend Impfstoff gibt“, so Lobnig.
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Fraglich ist, ob die Location beim Sportzentrum Zeltweg verbleibt. „Wenn die Sicherheitskonzepte verschärft werden, kann es sein, dass wir ausweichen müssen“, so Lobnig. Theoretisch wäre etwa der Bereich um die Therme Aqualux denkbar, „da hätten wir viel Infrastruktur vor Ort, man müsste aber ebenso viel zusätzlich aufbauen“. Freilich müssen die Veranstalter die Fixkosten gering halten.
"Spontan agieren"
In Zeltweg hätten bis zu 5000 Besucher pro Veranstaltungstag Platz, gibt es im Sommer Vorgaben zu Mindestabständen, müsste man entsprechend reduzieren. „Da müssen wir sehr spontan agieren. Grundsätzlich wollen wir das Open Air durchziehen.“
Zu den veranstaltenden Gemeinden Zeltweg, Fohnsdorf und Judenburg gesellt sich heuer übrigens auch Knittelfeld, das beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montag einstimmig. Bürgermeister Harald Bergmann erinnerte, dass die Veranstaltung 2019 sehr gut gelaufen sei. Und: „Die Zusammenarbeit der Kommunen im Aichfeld ist sinnvoll.“