Nach Unfall mit Sondertransport Bergung von tonnenschwerem Spezialfahrzeug wird erst heute fortgesetzt

Ein mit einem Rotorblatt beladenes Spezialfahrzeug kippte auf dem Weg zum Tauernwindpark. Die Bergungsarbeiten mussten Freitagnacht abgebrochen werden und werden heute Samstag wieder aufgenommen. Die Höhenstraße ist vorübergehend gesperrt. Der Schaden beträgt mehr als 100.000 Euro.

Das Spezialfahrzeug kippte am 10. August © KK
 

Ein spektakulärer Unfall ereignete sich am Freitag, 10. August, in Oberzeiring, Gemeinde Pölstal. Dort werden aktuell auf 1900 Metern Seehöhe die alten Windkraftanlagen des Tauernwindparks durch neue ersetzt. Eine Herausforderung, da die Zufahrtsstraße eng und steil ist.

Und genau in einem dieser Abschnitte passierte es. Ein Sondertransport war dabei einen Flügel zu liefern, ein Rotorblatt wiegt alleine 14,5 Tonnen. Es dürfte gegen 8.30 Uhr ein technisches Problem gegeben haben. In einem steil ansteigenden Straßenteil geriet der selbstfahrende Plattformwagen außer Kontrolle und kippte seitlich talwärts um. 

Während der vorgespannte Lkw auf der Fahrbahn stehen blieb, kippte die rund 84 Tonnen schwere Arbeitsplattform um und blieb seitlich am Fahrbahnrand liegen. Ein weiterer Absturz der Plattform wurde durch das nach unten liegende und fest mit der Plattform verbundene Rotorblatt verhindert.

Sondertransport kippte

Die beiden auf der Plattform befindlichen Lenker (36 und 57 Jahre alt) konnten vom Fahrzeug springen und blieben unverletzt. Die Bergung der Fahrzeuge gestaltete sich wegen des Gesamtgewichtes von ungefähr 100 Tonnen schwierig. Es kamen zwei Spezialkräne und mehrere Traktoren mit Seilwinden zum Einsatz.

Gegen 21.30 Uhr konnte die Arbeitsplattform von der Ladung getrennt und auf der Fahrbahn der Höhenstraße auf die Räder gestellt werden. Wegen der Dunkelheit und des starken Regens wurde die Bergung danach abgebrochen. Sie wird heute Samstag fortgesetzt.

Gerne fotografiert: die Sondertransporte zum Windpark in Oberzeiring Foto © KK

Geringe Mengen an auslaufendem Dieseltreibstoff wurden aufgefangen, eine Gefährdung der Umwelt bestand aber nicht. Die Höhenstraße ist bis auf weiteres für den gesamten Verkehr gesperrt, für die Anrainer besteht aber eine Umleitungsmöglichkeit.

Thomas Huemer, geschäftsführender Gesellschafter der ImWind-Gruppe, die den Windpark errichtet: "Es war der 20. Transport eines Rotorblatts auf den Windpark." Was die genaue Ursache für den Unfall gewesen ist, müsse man sich anschauen. Er ist froh, dass niemand verletzt worden ist. Der Schaden beträgt mehr als 100.000 Euro.

Kommentare (3)

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Haheande
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Natur wehrt sich

Besser Strom sparen, Natur erhalten statt Stahlmonster die rein gar nichts bringen, ausser dem Betreiber die Ölförderung 😖😖😖

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der alte M.
0
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Und

Wo kommt der Strom fürs Handy her?

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Ifrogmi
3
5
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Allllein für den Strom...

... den die selbstdarsteller für Ihre selfies plus ihre follower für likes verbrauchen zerstört nachhaltig. aber brauchen wir das? Zum telefonieren würde eine Ladung oder 2 pro Woche reichen.

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