Menschen, die mit Kaffeemaschinen, Weckern und anderen Geräten in ein Café spazieren: Diese Beobachtung machte in Berlin Jürgen Stocker neugierig. Er fragte sich, was dahintersteckt? Die Antwort: ein „Repair Café“, in dem kaputte Geräte repariert werden.
In der Steiermark gibt es ebenfalls derartige Projekte, nun möchte Stocker das „Repair Café“ auch ins Murtal bringen. „Das Konzept steht. Jetzt bin ich auf der Suche nach Leuten, die das mit mir machen würden“, so der 41-Jährige.
Eine Umsetzung hat Vorteile, die auf der Hand liegen: Abfall wird reduziert und der Besucher erspart sich teure Neuanschaffungen. Zudem soll ein Erfahrungsaustausch stattfinden, damit die Gäste Reparaturen künftig auch selbst durchführen können. Und die Unterhaltung bei Kaffee und Kuchen soll natürlich auch nicht zu kurz kommen.
Benötigt werden organisatorische wie technische Helfer, die auf freiwilliger Basis bei den Veranstaltungen dabei sind. Die organisatorischen Helfer empfangen unter anderem die Besucher, erklären den Ablauf und sind für den Auf- und Abbau zuständig. Die „technischen Helfer“ reparieren gemeinsam mit den Anwesenden oder beraten bei technischen Fragen.
„Ideal wäre, wenn viele Bereiche abgedeckt werden könnten“, so Stocker – von Feinmechanik, über Stoff und Textil oder Metallbearbeitung bis hin zu Elektronik.
Wer Details über das Konzept erfahren und mitmachen möchte, kann sich bei Gemeinderat Jürgen Stocker informieren: Tel. 0680-236 36 15.
Murtal
Reparieren statt wegschmeißen: Judenburger plant "Repair Café"
Abfall und Geld sparen: Der Judenburger Jürgen Stocker will in der Region ein „Repair Café“ installieren.
© Michaela Egger