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Minoritenkirche BruckArbeitskreis löst Kuratorium ab

Im Jahr 2007 wurde das Kuratorium zum Erhalt der Brucker Minoritenkirche ins Leben gerufen. Nun sind die Arbeiten weitgehend fertig – aber ein großer Brocken wartet noch.

Präsentieren das „Steirische Wahrzeichen“: Christian Brugger (Bundesdenkmalamt), Pfarrer Ewald Pristavec, Werner Hilber und Hannes Merl (v. l.)
Präsentieren das „Steirische Wahrzeichen“: Christian Brugger (Bundesdenkmalamt), Pfarrer Ewald Pristavec, Werner Hilber und Hannes Merl (v. l.) © Stephan Werner
 

Heute um 10 Uhr beginnt in der Brucker Minoritenkirche ein Festgottesdienst anlässlich des Marienfeiertags. Gleichzeitig ist er aber auch so etwas wie ein Dankgottesdienst der Mitglieder des Kuratoriums zur Erhaltung der Minoritenkirche. Denn nach mehr als zehnjähriger Arbeit hat sich das Kuratorium aufgelöst. Der Grund ist erfreulich: Die Restaurierung der Kirche ist (fast) abgeschlossen.

Seit 1952 wurde die bereits Ende des 13. Jahrhunderts erbaute Kirche nach jahrhundertelangen Wirren wieder für Gottesdienste verwendet. „Dennoch hielt die Kirche einen gewissen Dornröschenschlaf“, weiß Hannes Merl sen., der Obmann des Kuratoriums – und dementsprechend wurde eine Sanierung der Kirche und ihrer vielen Kulturdenkmäler immer notwendiger.

Orgel als "Initalzündung"

2005 wurde eine Begasung gegen den Holzwurmbefall durchgeführt. Dazu kam, dass sich der Brucker Kirchenmusiker Herbert Handl für die Restaurierung der wertvollen Barockorgel einsetzte. Das war gleichsam der Anstoß zur Gesamtrestaurierung. 2007 trafen sich engagierte Persönlichkeiten der Pfarre Bruck und beschlossen die Gründung eines Kuratoriums. Die Hauptziele: die Wiederherstellung der liturgischen Nutzbarkeit sowie die Erstellung eines Konzepts zur längerfristigen Erhaltung dieses religiösen und kulturhistorischen Denkmals.

Ein überraschender und wertvoller Fund: das Secco des heilige Mauritius
Ein überraschender und wertvoller Fund: das Secco des heilige Mauritius Foto © KK

Diese Ziele kosten Geld. „Uns war von Anfang an klar: Wir können nur so viel machen, wie wir Geld haben“, erläutern Obmann Merl und sein Stellvertreter Werner Hilber. Und tatsächlich wurde die Sanierung ohne Aufnahme von Krediten durchgezogen. 670.000 Euro hat das Kuratorium in gut zehn Jahren investiert. „Beachtliche 31 Prozent dieser Summe sind aus der Brucker Bevölkerung gekommen“, ist Merl dankbar für die Unterstützung. Darüber hinaus waren die Stadt Bruck, der Revitalisierungsfonds des Landes Steiermark, das Bundesdenkmalamt, die Diözese sowie zahlreiche Vereine und Serviceklubs wertvolle Helfer.

Stolz sind Merl, Hilber und die übrigen Kuratoriumsmitglieder auch über zwei Auszeichnungen. Der Verein „Denkmal Steiermark“ hat dem Kuratorium den Würdigungspreis 2016 verliehen, und der Revitalisierungsfonds des Landes hat die Minoritenkirche als erstes Brucker Gebäude mit dem Ehrentitel „Steirisches Wahrzeichen“ bedacht. Im nächsten Jahr wird noch das Tympanon über der Kirchentür wieder eingesetzt, das derzeit noch restauriert wird. Die Arbeiten sind damit aber noch nicht abgeschlossen, das Dach harrt dringend einer Erneuerung. Das Problem sind die Kosten von bis zu 400.000 Euro. „Das Kuratorium allein wäre dazu zu klein und zu schwach“, sagt Merl. Ein neuer Arbeitskreis wird sich nun um die laufende Instandhaltung der Minoritenkirche kümmern.

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