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Seewiesen/TurnauSteirisches Heiligenblut in neuem Glanz

Die Restaurierung der Kirche in Seewiesen wurde mit einem Festgottesdienst mit Bischof Wilhelm Krautwaschl gefeiert.

Bischof Wilhelm Krautwaschl bei der Altarweihe
Bischof Wilhelm Krautwaschl bei der Altarweihe © Günther Breidler
 

Bereits vor zwei Jahren hatte die St.-Leonhard-Kirche in Seewiesen, auch „steirisches Heiligenblut“ genannt, ihr 650-Jahr-Jubiläum gefeiert. Zu diesem Geburtstag bekam das Gotteshaus ein würdiges Geschenk: die dringend notwendige Generalsanierung. Nun konnte das Geschenk endlich „ausgepackt“ werden. Mit einem Festgottesdienst, zelebriert vom steirischen Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl, konnte die erfolgreiche Sanierung in würdigem Rahmen gefeiert werden.

700.00 Euro kostete die Sanierung, die noch im Jubiläumsjahr 2016 begonnen wurde. „Die Kirche war massiv dem Verfall preisgegeben“, hob Bürgermeister Stefan Hofer die Dringlichkeit der Baumaßnahmen hervor. Was Bauleiter Manfred Koller bestätigte: „Vorrangig war die Dachdeckung. Die Schindeln waren morsch, und auch der Dachstuhl war beschädigt“, erklärte Koller, der schon die Sanierung in den Jahren 1998 und 1999 geleitet hatte. Auch die Glasfenster wurden im ersten Jahr der Sanierung in der bekannten Werkstätte in Schlierbach restauriert.

Bischof Krautwaschl mit den Vertretern des Kuratoriums
Bischof Krautwaschl mit den Vertretern des Kuratoriums Foto © Günther Breidler
 

Im Vorjahr wurde dann die nächste Etappe eingeläutet – mit der Erneuerung der Außenfassade und des Innenraums. Auch die restlichen Fenster wurden in Angriff genommen. In weiterer Folge wurde der Vorbau erneuert, der neben einer Leonhard-Statue auch eine kleine „Kerzengrotte“ beherbergt – liegt die Kirche doch auf einem der Pilgerwege nach Mariazell und wird von den Wallfahrern gerne besucht, wie Pfarrgemeinderätin Silvia Schuster weiß.

Heuer wurden die Statuen und Bilder restauriert, und für die Altargestaltung wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, den schließlich der aus Kapfenberg stammende Künstler Helmut Kand gewann. Und auch die unmittelbare Umgebung der Kirche wurde instand gesetzt.

Finanz- und Zeitrahmen eingehalten

Um all diese Arbeiten zu koordinieren, wurde 2016 ein Kuratorium mit dem Vorsitzenden Siegfried Schrittwieser und Geschäftsführer Berthold Strobl ins Leben gerufen. Die beiden waren letztlich auch für die Finanzierung zuständig. „Wir werden ohne Schulden abschließen“, freute sich Schrittwieser, und Strobl konnte verkünden, dass neben dem Finanz- auch der Zeitrahmen eingehalten wurde – in einer relativ kurzen, aber umso intensiveren Bauzeit. Schrittwieser wie Strobl hoben nicht nur die finanzielle Hilfe des Landes durch Landeshauptmann, Stellvertreter und Revitalisierungsfonds sowie des Bundesdenkmalamts hervor, sondern auch die der Groß- und zahlreichen Kleinspender.

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