KapfenbergFreibad feiert heuer den 65er

Obwohl es im Jahr 1953 in Kapfenberg noch Barackensiedlungen gab, dachten die Stadtväter schon an Sport und die Freizeit.

Sportreferent Helmut Pekler, Sportstätten-Chef Rene Ranner, Bürgermeister Fritz Kratzer
Sportreferent Helmut Pekler, Sportstätten-Chef Rene Ranner, Bürgermeister Fritz Kratzer © (c) Pototschnig Franz
 

Als das Kapfenberger Freibad eröffnet wurde, war der Zweite Weltkrieg erst acht Jahre her. Man schrieb das Jahr 1953, und in der Stadt gab es noch sechs große Barackensiedlungen. „Trotzdem wussten die weitblickenden Politiker schon damals, wie wichtig Sport und sinnvolle Freizeitbeschäftigung für die Menschen sind“, sagte gestern Bürgermeister Fritz Kratzer bei einem Pressegespräch im Kapfenberger Freibad.

Das Wetter lud am frühen Vormittag noch nicht zum Baden ein, die sechs Becken mit insgesamt 2500 Quadratmetern Wasserfläche waren nur von den härtesten unter den Schwimmern frequentiert. Aber Kratzer hatte einen Trost: „Das ist der Vorteil bei uns: Wenn es kalt ist oder regnet, kann man jederzeit ins Hallenbad ausweichen.“

Viel investiert

Seit 1953 sind genau 65 Jahre vergangen, und dieses Jubiläum geht am Freibad und an den gesamten Sportstätten nicht spurlos vorüber, wie Sportstätten-Betriebsleiter Rene Ranner erläuterte: „Wir haben in den letzten Jahren sehr viel investiert, vom neuen Sportbecken über den Rutschenturm bis zum Kunstrasenplatz im Stadion.“ Allein im heurigen Frühjahr kostete die Erneuerung des weitverzweigten Rohrleitungsnetzes im Bad fast eine halbe Million Euro.

65 Jahre Freibad heißt auch: Jede Menge Veranstaltungen, von der dreitägigen LAN-Party vor zwei Wochen über die Österreichischen Schwimm-Meisterschaften Ende Juli bis zum Nena-Konzert am 14. August im Freibad-Areal, das sicherlich der Höhepunkt des heurigen Veranstaltungsreigens ist. Am 8. September steigt zum Abschluss des Sommers ein „Drohnen-Race“, bei dem die ferngesteuerten Fluggeräte mit bis zu 200 km/h durch das Gelände zischen.

200 Kilometer Freizeitstrecken

Kapfenbergs Sportreferent Helmut Pekler wies darauf hin, dass die Stadt auch außerhalb der Sportstätten eine Menge Sport- und Freizeitmöglichkeiten zu bieten hat: „ Wir haben 45 Kilometer Mountainbikestrecken sowie 200 Kilometer Wander-, Lauf- und Radwege im Stadtgebiet.“ Bürgermeister Kratzer ergänzte: „Uns liegt der Sport sehr am Herzen, obwohl uns der Spitzensport genauso wichtig ist.“ Sprach’s und zog die Goldmedaille aus der Tasche, die die Basket Bulls vor wenigen Tagen geholt hatten.

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schetzgo
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Bruck' s Bad 50 Jahre und desolat ohne Ende-Eislaufplatz dito

Kein Geld für die Renovierung, wie macht das der Schärdinand?

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