BruckDilemma: Viele Aufträge, aber wenig Personal

Wirtschaftskammer hört bei Betriebsbesuchen viel Positives – aber der Facharbeitermangel ist eine große Sorge.

WK-Betriebsbesuch: Martina Romen-Kierner, Gerhard Weißensteiner, Erwin Fuchs, Peter Döller, Karl-Heinz Dernoscheg
WK-Betriebsbesuch: Martina Romen-Kierner, Gerhard Weißensteiner, Erwin Fuchs, Peter Döller, Karl-Heinz Dernoscheg © (c) Martin Meieregger
 

Die traditionelle Tour der Wirtschaftskammer durch die Steiermark trägt den Titel „WKO on Tour“. Gestern war der steirische WK-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg mit Regionalstellenobmann Erwin Fuchs und Regionalstellenleiterin Martina Romen-Kierner unterwegs. Der Schwerpunkt der Besuche lag in Kapfenberg, wo etwa der Edelstahlbetrieb Francesconi, der Säge-Spezialist „Wikus Austria“ und die Baufirma Weißensteiner & Döller besucht wurden. In Bruck standen die Übersetzerin Terri Gattringer, die „Howo Holzbau“ und der Goldschmied Gregor Wechselberger auf der Liste.

Dernoscheg betonte bei einem Pressegespräch im Gasthaus Feiel in Bruck, dass er diesmal fast nur Positives gehört habe: „Die Grundstimmung ist gut, die Auftragslage ebenfalls. Aber die Betriebe klagen über Facharbeitermangel.“

Metaller, Köche, Maurer

Im Mürztal seien es vor allem die Metaller, die fehlen. Aber auch die Gastronomie hat Personalsorgen, und das Bau- und Baunebengewerbe könnte ebenfalls dringend mehr Fachkräfte brauchen.

Laut Kammerobmann Erwin Fuchs scheiden gerade ältere Arbeitnehmer oft zu früh aus dem Betriebsleben aus. Der Grund liege oft darin, dass sie mit der rasanten Entwicklung nicht mehr so leicht mitkönnen, was die Motivation sehr dämpft. Für Dernoscheg ist es auch eine große Herausforderung für die Betriebe, die Leute entsprechend ihrer Fähigkeiten einzusetzen.

Aber vor allem geht’s um die Jugend. Hier kann die Wirtschaft laut Dernoschegg einen Erfolg verbuchen, weil im Vorjahr der Anteil der Jugendlichen, die eine Lehre begannen, von 39 auf 41,6 Prozent gestiegen sei: „Wir wollen diesen Anteil auf zumindest 40 Prozent halten. Mit einer Lehre hat man schließlich noch alle Möglichkeiten.“

Kommentare (1)

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scherfenberg
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Lesenswert?

Ja,Ja, Jammern aber nichts tun!

Zu früherer Zeit haben fast alle Betriebe Ihr zukünftiges Personal selbst ausgebildet, daher kein Mengl. Nun soll seit einigen Jahren für die jammerer die öffentliche Hand diese Arbeit übernehmen. Ja, ja, Jammern!

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