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"Man muss immer bei seinen Wurzeln bleiben"

Maria Fischer, SPÖ-Vizebürgermeisterin von Spital am Semmering, wurde als neue Landtagsabgeordnete angelobt. Der Platz wurde frei, weil Manfred Wegscheider nach Kapfenberg ging.

© AUER
 

Seit 1945 ist Maria Fischer die zweite Frau aus der Region, die dieses Amt bekleidet - nach Hella Lendl. "Und es ist das erste Mal nach 1945, dass wir einen zweiten Landtagsabgeordneten im Bezirk haben", erklärte SPÖ-Bezirkschef Markus Zelisko gestern bei der Vorstellung von Fischer in Mürzzuschlag.

Und die Tatsache, dass jetzt zwei am Arbeiten sind - Zelisko und Fischer - fanden eben diese beiden als sehr positiv. "Durch die Randlage ist eine starke Vertretung nötig und es wartet ein vielfältiges Aufgabengebiet", meinte Zelisko.Die 45-jährige Fischer hat sich für die Arbeit in mehreren Ausschüssen angemeldet. "Wirtschaft, Soziales, Arbeitsmarkt, Finanzen und Gemeinden", zählte sie auf. Wo sie dann mitarbeiten wird, das ist noch nicht entschieden.

Seit 2007 betreibt Fischer den Sparmarkt in Steinhaus, das wird sie nicht aufgeben. "Politik ist interessant, ich lebe sie, aber es kann trotzdem morgen vorbei sein", bleibt sie realistisch. Fischer wird nun eine zusätzliche Kraft im Geschäft anstellen, um sich für die Tätigkeit als Landtagsabgeordnete freizuspielen. Und auch als Vizebürgermeisterin wird sie weiter im Amt bleiben. Politisch geprägt, erzählt Fischer, wurde sie mit 18, als sie das erste Mal Wahlbeisitzerin war.

"Mitwirken, mitgestalten, etwas bewegen zu können", sagte sie, mache für sie den Reiz an der Politik aus - und an ihrer künftigen Arbeit als Landtagsabgeordnete. Auf die Frage, was sie denn an Anliegen und Arbeit aus der Region mit nach Graz nehmen will, meinte sie: "Da kommt einiges auf uns zu." Etwa der Bau des Semmering-Bahntunnels, der Spital und Steinhaus stark betrifft. "Wir sind schon gebrannte Kinder vom Straßenbau." Lärmschutz sei nur ein Thema, das nicht untergehen dürfe. Ein Anliegen ist Fischer auch die Sanierung der Pfaffensattel-Bundesstraße.

"Ich kann nicht alles machen, aber vieles", sagte sie in Richtung Bevölkerung. Die übrigens jetzt schon oft in Fischers Geschäft ihre Anliegen los wird. "Ich bin schon fast eine Außenstelle der Gemeinde", scherzte Fischer. Und eines versprach sie auch für ihre Arbeit: "Man muss immer bei seinen Wurzeln bleiben."

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