Statt des bisherigen 20-Minuten-Intervalls fährt zwischen Kapfenberg-Apfelmoar und dem Brucker Hauptplatz in zwei Wochen wieder alle 15 Minuten ein Bus. Zumindest von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr, der Start ist am 7. April. Für MVG-Geschäftsführer Gerhard Deutsch ist der Grund leicht erklärt: Die Fahrgastzahlen sind durch Klimaticket und Einführung des Koralm-Fahrplans gestiegen. Somit profitiert auch der Busverkehr von verstärkter Inanspruchnahme der Züge.

„Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs zwischen Bruck an der Mur und Kapfenberg ist ein starkes Signal für die gesamte Region“, sagt die Brucker Bürgermeisterin Susanne Kaltenegger. Ihr Amtskollege aus Kapfenberg, Matthäus Bachernegg, ergänzt: „Wir wollen, dass die Menschen in unserer Region die Öffis noch stärker nutzen. Mit dem Viertelstundentakt und den neuen Citybussen entsteht ein zukunftsfittes Angebot.“

Vorne: Gerhard Deutsch, hinten auf den Bussitzen: Susanne Kaltenegger, Matthäus Bachernegg
Vorne: Gerhard Deutsch, hinten auf den Bussitzen: Susanne Kaltenegger, Matthäus Bachernegg © KLZ / Tobias Graf

Dadurch sollen sich auch die Anschlussverbindungen nach Schirmitzbühel, Parschlug, Pogier, St. Lorenzen und St. Marein verbessern. Zudem fährt die Linie 11/12 von Wirtschaftspark bis Murinsel in Bruck zukünftig wieder über den Bahnhof, wodurch sich zwischen Koloman-Wallisch-Platz und Bahnhof zukünftig sechs statt bisher drei Verbindungen pro Stunde ergeben.

Neue E-Citaro angeschafft

Außerdem wurden die drei neuen batterieelektrischen Busse vorgestellt, bei denen es sich um das Modell Citaro des Herstellers Mercedes Benz handelt. Sie ergänzen die elektrische Flotte, die bereits aus acht E-Citybussen besteht und kommen im Stadtgebiet im Einsatz, zu dem auch die Gemeinden St. Lorenzen und St. Marein gehören. Bis 2028 soll durch sechs weitere Anschaffungen die gesamte Flotte in diesem Bereich batterieelektrisch betrieben werden.

Zwei der drei neuen E-Busse
Zwei der drei neuen E-Busse © KLZ / Tobias Graf

Der vorangetriebene Umstieg, der auch dank großzügiger Bundesförderungen gestaltet werden kann, fällt mit den zuletzt stark gestiegenen Treibstoff-Preisen von rund 50 Cent netto zusammen. „Das wird auch unser Ergebnis negativ beeinflussen“, sagt Deutsch. „Im Worst case sind wir bei 350.000 Euro mehr, wenn es sich über das gesamte Jahr ziehen würde.“ Durch die drei neuen E-Busse könne man den Dieselbedarf zumindest um 45.000 Liter pro Jahr senken, das sei nun auch ein Kostenfaktor. Der Strom wird von den Stadtwerken Kapfenberg bezogen, ein Teil fließt auch aus der hauseigenen PV-Anlage in die Batterien.