Gesperrte Straßen, rutschende Autos und Lkw ohne Schneeketten: Der winterliche Wetterumschwung hinterließ am Freitag seine Spuren auf den Straßen des Bezirks. Schon ab den frühen Morgenstunden waren zahlreiche Feuerwehren sowie der Straßendienst gefragt.
Viel Stau
So mussten bereits um 5.45 Uhr etwa die Brucker Feuerwehren Oberaich und Picheldorf ausrücken, um ein Auto zu bergen, das über eine Böschung neben Leobener Straße abgerutscht war. Die Stadtfeuerwehr in der Kornmesserstadt war ebenfalls mit allen verfügbaren Fahrzeugen im Einsatz und musste bereits mehrere Verkehrsunfälle abarbeiten. Zwei Pkw wurden etwa im Bereich des Turbokreisverkehrs geborgen, vor dem Tanzenbergtunnel blieben zwei Lkw hängen. Für Strecken von nicht einmal fünf Kilometern soll man eine Stunde im Stau gestanden sein, informierten einige Leser die Kleine Zeitung.
Vergleichsweise ruhig im Raum Mürzzuschlag
Etwas ruhiger hat sich indes die Lage im Altbezirk Mürzzuschlag präsentiert, berichtete Robert Pusterhofer, Pressesprecher für den Bereichsfeuerwehrverband. Einsätze hat es unter anderem für die Wehren Kindberg und Mitterdorf gegeben. Letztere musste zunächst ausrücken, weil ein Fahrzeug mit Anhänger gegen eine Hausmauer gerutscht war. Noch währenddessen wurde man erneut zur Hilfe gerufen, weil ein Lkw kurz vor einer Unterführung hängen geblieben war.
Herausfordernder gestaltete sich die Lage hingegen für die Feuerwehr Mixnitz, die zur Bergung eines Autos im Roßgraben ausrücken musste. Dieses war auf der Breitenauerstraße von der Fahrbahn abgekommen und im Straßengraben gelandet. Bereits wenig später folgte die zweite Alarmierung zur Anfahrhilfe für einen hängengebliebenen Sattelzug auf der Breitenauerstraße.
Schritttempo und Unfälle auf Schnellstraßen
Verkehrsprobleme gab es sonst auf den Schnellstraßen, wo man teils nur äußerst langsam vorankam. Auf der Semmering Schnellstraße etwa behinderten Lkw zwischen Kindberg-West und Krieglach den Verkehr.
Ähnlich gestaltete sich die Lage am schneebedeckten Autobahnzubringer St. Marein, wo gleich mehrere Lastwagen stecken blieben und ihre Fahrt nicht mehr fortsetzen konnten. Die Feuerwehr half ihnen zwei Stunden lang dabei wieder fahrtüchtig zu werden. Glücklicherweise wurden keine Personen verletzt.
Chaos am Semmering
Heftige Probleme hat es auch jenseits des Semmerings gegeben: Obwohl auf der gesamten Schnellstraße zwischen Gloggnitz und Bruck Kettenpflicht herrschte, blieben mehrere Lkw hängen. Unter anderem deshalb musste die S 6 bereits mehrmals teilweise gesperrt werden. Im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag bestand vor Redaktionsschluss noch Kettenpflicht auf allen Passstraßen.
Abseits der Straßen sorgte der Schneefall zudem für Einschränkungen bei der Stromversorgung. Störungen waren für Breitenau, Thörl, Aflenz und Stanz bekannt. Im Zugverkehr kam es ebenfalls zu Verspätungen und Ausfällen.