Am Mittwochabend heulten in St. Lorenzen und Turnau zeitgleich die Feuerwehrsirenen, als man um 18.15 Uhr mittels E-Call Notruf (bordeigene Meldung) zu einem Verkehrsunfall am Pogusch alarmiert wurde. Dort waren zwei Fahrzeuge aus ungeklärter Ursache frontal ineinander gekracht, wobei drei Personen verletzt wurden.

„Der E-Call ist für uns wirklich eine Erleichterung und eine Erweiterung. Da bekommen wir, schon wenn es kracht, einen Anruf“, lobt Feuerwehrkommandant Marco Prettenthaler von der Feuerwehr St. Lorenzen. Zuerst war in der Einsatzmeldung noch von einer eingeklemmten Person die Rede. Nach der Erkundung durch den Einsatzleiter konnte man jedoch schnell Entwarnung geben, da offenbar niemand in einem der beiden Autos eingeklemmt war.

Die Feuerwehr war knapp zwei Stunden lang im Einsatz
Die Feuerwehr war knapp zwei Stunden lang im Einsatz © FF St. Lorenzen I. M.

Die Feuerwehr Turnau konnte somit wieder ins Rüsthaus einrücken. Für die Feuerwehr St. Lorenzen gab es dennoch einiges zu tun: So sicherten die Floriani die Unfallstelle ab, kümmerten sich um einen Brandschutz und unterstützten das Rote Kreuz bei der Versorgung der Verletzten. Diese befanden sich bei der Ankunft der Feuerwehrleute teils noch in den Fahrzeugen, nach der Erstversorgung wurden die Verletzten in das LKH Leoben gebracht.

Anschließend machte man sich an die Bergung der Unfallfahrzeuge und die Reinigung der Fahrbahn, die laut Kommandant Marco Prettenthaler „schon recht wild“ verschmutzt war. Unterstützung bei letzterer Tätigkeit erhielt man von einer Kehrmaschine der Straßenmeisterei. Für die Dauer des Einsatzes musste die L 123 über den Pogusch komplett gesperrt werden. Um 20.30 Uhr konnte man den Einsatz schließlich beenden und wieder in das Rüsthaus einrücken.