Am Donnerstag wurde die Freiwillige Feuerwehr Kapfenberg-Diemlach um 8.24 Uhr zu einem Öl-Einsatz in die Gustav-Kramer-Straße gerufen. Einem Lkw war bei deren Einfahrt ein Hydraulikschlauch geplatzt, das Fahrzeug verlor dadurch große Mengen an Öl. Schätzungen der Feuerwehr zufolge dürften an die 60 Liter ausgetreten sein.

Aufgrund der Größe wurde nach der Ersterkundung das Gefährliche-Stoffe-Fahrzeug der Feuerwehr Bruck nachalarmiert. Mit Bindemittel konnte das ausgelaufene Öl daraufhin von den Feuerwehrleuten gebunden und ein Eintritt in die Kanalisation verhindert werden. Das aufgebrachte Ölbindemittel wurde von einer Kehrmaschine der Gemeinde Kapfenberg von der Straße entfernt und fachgerecht entsorgt. Nach dreieinhalb Stunden konnte der Einsatz beendet und ein großer Umweltschaden verhindert werden.

Die Straße musste kurzfristig gesperrt werden
Die Straße musste kurzfristig gesperrt werden © FF Kapfenberg-Diemlach

„Hinter jedem steht ein Mensch“

Während der Arbeiten war auch eine kurzfristige Sperre der Gustav-Kramer-Straße notwendig. Im Zuge der Sperre wurde eine junge Feuerwehrfrau von einem Autofahrer beschimpft. Zwar sei man in Kapfenberg damit bisher vergleichsweise selten konfrontiert gewesen, trotzdem würden derartige Vorfälle zunehmen, heißt es.

Die Feuerwehr stellt daher in einem Schreiben klar, dass man Straßen nicht aus Vergnügen sperrt, sondern um Menschen und die Umwelt zu schützen. „Es ist zu berücksichtigen, dass hinter jeder Feuerwehrfrau oder jedem -mann ein Mensch steht, der seinen Dienst ehrenamtlich verrichtet. Keiner will deswegen beleidigt oder, noch schlimmer, attackiert werden“, erklärt man weiter.