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Sommergespräch

Diese Bruckerin war die schönste Frau der Welt

Die Bruckerin Eva Rueber-Staier war im Jahr 1969 Miss World, danach Model und Schauspielerin und lebt heute als Künstlerin in London. Von Franz Pototschnig

Sie wurde als Eva Rueber-Staier in Bruck geboren – die Miss World 1969 kommt immer wieder gerne in die alte Heimat
Sie wurde als Eva Rueber-Staier in Bruck geboren – die Miss World 1969 kommt immer wieder gerne in die alte Heimat © Franz Pototschnig
 

Frau Cowan, was ist der Grund, dass Sie Ihre Heimatstadt Bruck besuchen?
EVA COWAN: Der 94. Geburtstag meines Vaters hat mich wieder einmal nach Bruck geführt.

Sie leben seit Jahrzehnten in London, kommen Sie eigentlich noch oft in die alte Heimat?
COWAN: Ein bis zwei Mal im Jahr. Ich habe noch Freunde und Verwandte hier, aber das wird im Lauf der Zeit natürlich weniger.

Gibt es Orte oder Plätze, mit denen Sie ganz besondere Erinnerungen verbinden?
COWAN: Ich war eine leidenschaftliche Turnerin und gehe heute noch gerne zum Friesenheim, wo die Sportanlagen waren. Auf dem Madereck und dem Rennfeld waren wir auch viel, aber zum Wandern ist meistens die Zeit zu kurz. Mein Mann und ich kommen gern mit dem Auto, um die Gegend zu erkunden. Vor allem Graz hat es uns angetan.

Zur Person

Eva Rueber-Staier, geboren 1949. 1969 Miss Austria u. Miss World.

Schauspielerin in zehn Spielfilmen, darunter drei James Bond-Filme, zahlreiche TV-Auftritte.
Verheiratet mit Brian Cowan, ein Sohn (Alexander, 33).

Kunstausbildung am Harrow Art Centre. Zahlreiche Ausstellungen.

Die Familie lebt nahe London.

Sie gingen als Miss World mit 20 Jahren nach London und sind dort geblieben. War das schwer für Sie?
COWAN: Nein, ich war jung und das war ein großes Erlebnis. Ich hatte die Handelsschule besucht und meine Mutter wollte damals, dass ich Lehrerin werde.

Wie wäre Ihr Leben ohne Miss World-Titel verlaufen?
COWAN: Wer weiß das schon? Vielleicht hätte ich eine Kunstakademie besucht. Aber ich wollte damals sowieso weg, und ich wäre wohl auch weggegangen, wenn ich nicht Miss World geworden wäre.

Wie sehen Sie mit dem Hintergrund London Ihre alte Heimat? Idyllisch? Oder rückständig?
COWAN: In London sind mir zu viele Menschen. Ich komme selten in die Innenstadt, meist nur, um Galerien zu besuchen. Hier in Bruck ist es idyllisch, ich komme aus dem Hamsterrad heraus und die Lebensqualität ist sehr gut.

Trotzdem gehen viele Junge weg. Was würden Sie der Region raten?
COWAN: Raten kann ich nichts, dazu weiß ich zu wenig und beschäftige mich auch nicht mit der steirischen Politik. Aber die Jugend hat immer den Drang, in die Welt hinaus zu gehen. Man darf sie nicht daran hindern. Viele kommen ja auch wieder zurück. Das sollte man nicht als Tragödie sehen.

Missengalerie: Miss Styria: Die schönsten Steirerinnen Jahr für Jahr ...

Justine Bullner wurde am 28. April 2018 von ihrer Vorgängerin Andrea Jörgler zur Miss Styria 2018 gekrönt. Zweite wurde Sarah Posch, Dritte Marlene Tropper.

Jürgen Fuchs
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Am 9. April 2017 wurde sie zur neuen Miss Styria gewählt: Andrea Jörgler aus Nestelbach (Mitte) mit ihrer Vizemiss Magdalena Leitner (links) und der 3. Miss Styria 2017, Sarah Flicker.

Jürgen Fuchs
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Am 27. Februar wurde Janine Goger aus Anger bei Weiz zur Miss Styria 2016 gewählt. Wie üblich bekam sie das Krönchen direkt von ihrer Vorgängerin, Cornelia Stangl, aufgesetzt.

Jürgen Fuchs
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Miss Styria

Miss Styria 2015: Cornelia Stangl aus Raaba-Grambach

Gernot Eder
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Miss Styria

Miss Styria 2014: Tamara Borer

GEPA
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Miss Styria

Miss Styria 2013: Sarah Oberhauser

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Miss Styria 2012: Melanie WörgötterSabine Hoffmann
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Miss Styria 2011: Sabrina KonradMAC/Manfred Baumann
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Miss Styria

Miss Styria 2010: Tamara Beck

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Miss Styria 2009: Valerie Kornschober

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Miss Styria

Miss Styria 2008, Kathrin Krahfuss aus Deutschfeistritz, wurde Vize-Miss Austria und vertrat Österreich sogar bei der Miss World-Wahl

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Miss Styria

Miss Styria 2007: Brenda Kuttnig

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Miss Styria

Miss Styria 2006: Helga Anna Späth

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Miss Styria 2005: Bianca Lorber

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Miss Styria 2004: Tamara Ljubi

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Miss Styria 1995, Dagmar Perl, war die letzte Miss Austria aus der Steiermark

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Steirische Miss Austria 1990: Susanne Hausleitner

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Steirische Miss Austria 1986: Ulrike Sebach, geb. Harb

Jürgen Fuchs
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Steirische Miss Austria 1985: Elfriede Haindl

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Steirische Miss Austria 1983: Mercedes Stermitz

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Steirische Miss Austria 1979: Karin Zorn

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Die Bruckerin Eva Rueber-Staier war im Jahr 1969 Miss Austria und dann auch noch Miss World. Sie machte danach Karriere als Model und Schauspielerin und lebt heute als Künstlerin in London.

KK
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Brot, Käse und Extrawurst

Wechseln wir das Thema: Viele England-Touristen klagen über das Essen. Haben Sie das damals auch als so schlimm empfunden?
COWAN: Am Anfang schon, ich hatte immer einen Koffer voller Lebensmittel mit. Brot, Käse, Extrawurst. Die Zöllner fragten, ob es denn in England nichts zu essen gebe. (Lacht)

Und heute?
COWAN: Kein Problem. Erstens gewöhnt man sich daran, und zweitens bekommt man in England alles, was man will. Aber Gulasch und Würstl schmecken hier noch immer am besten.

Sie waren lange Jahre Model und Schauspielerin. Wie sind die Leute hier gekleidet – im Vergleich zu London?
COWAN: Ach, sie tragen hier Jeans und T-Shirts wie auf der ganzen Welt. Was mir hier aber immer sehr gut gefällt, ist die Tracht. Das gibt’s in England nicht.

Haben Sie ein Dirndl?
COWAN: (Lacht.) Ich hatte eines, aber das wurde bei einer Charity-Veranstaltung versteigert. Ebenso wie meine Miss-World-Schärpe, nur den Pokal habe ich noch.

Was sagen Sie zu den Casting-Shows, in denen Ihre Nachfolgerinnen als Miss und Top-Model auserkoren werden?
COWAN: Das ist für viele Mädchen ein Traum, aber Sie haben es schwer, weil die Konkurrenz enorm ist. Sie nehmen auch sehr viel in Kauf, hungern extrem und lassen sich die kleinste Unregelmäßigkeit wegoperieren.

Skulpturen

War das früher nicht so?
COWAN: Bei weitem nicht. Wir haben uns gehalten, aber nicht gehungert. Und operiert wurden nur wirkliche Makel wie zum Beispiel eine schiefe Nase.

Seit vielen Jahren sind Sie weg aus der Öffentlichkeit und arbeiten als Künstlerin. Was machen Sie konkret?
COWAN: Ich schaffe Skulpturen, vorwiegend aus Metall, neuerdings auch aus Glas. Ich schweiße die Teile selbst und bearbeite die Oberflächen.

Wäre eine Ausstellung in der Steiermark ein Thema?
COWAN: Ja, das wurde ich schon mehrmals gefragt. Aber dafür müsste ich noch einiges machen, in letzter Zeit habe ich sehr gut verkauft (schmunzelt).

Sie haben nach wie vor die österreichische Staatsbürgerschaft. Denken Sie, dass Sie wieder einmal hier leben werden?
COWAN: Ich glaube nicht. Ich lebe sehr gerne in London, aber ebenso gerne komme ich immer wieder hierher zurück. Deshalb: Never say never – Sag niemals nie.

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