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LeobenWaldeigentümer ließ Mountainbiker von Securitys anhalten

Ein Leobener Lehrer wurde von Securitys im Wald angehalten, weil er dort unerlaubt mit dem Mountainbike unterwegs war.

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Rund um Leoben gibt es nur eine offene Mountainbikestrecke – von Niklasdorf aus auf die Mugel © KK
 

Es war zwar am 1. April, aber Aprilscherz war es keiner, als etwa 150 Meter unter der Schmollhube die Mountainbike-Tour des Leobener Lehrers Martin Koch abrupt endete.
Und zwar durch drei Männer, zwei Securitys und eine beeidete Forstwache, die Koch angehalten und einen Ausweis verlangt haben. Grund für die Anhaltung: Das Mountainbiken ist hier verboten. „Die Männer haben einen Ausweis verlangt. Natürlich habe ich keinen dabei gehabt“, erklärt Koch. Daraufhin wurde eine Polizeistreife zur Identitätsfeststellung angefordert, obwohl Koch seinen Namen mitgeteilt habe. Es seien auch nach einiger Zeit Polizeibeamte gekommen. „Mir droht jetzt eine Strafe wegen Besitzstörung“, meint Koch, der seine Geschichte auch auf Facebook veröffentlichte und damit jede Menge Reaktionen erntete. „Diese zeigen mir, dass viele Mountainbiker mit der Situation rund um Leoben nicht zufrieden sind. Es gibt keine nennenswerte Mountainbikestrecke. Hier bei uns ist alles verboten“, so Koch.
Mittlerweile ist sogar für Samstag, dem 8. April, ein Protestschieben der Räder vom Kleingössgraben auf die Mugel geplant. Treffpunkt ist um 10 Uhr am Leobener Hauptplatz, bei der Pestsäule. Es gehe um die Wegefreiheit, die auch für Mountainbiker gelten solle.

Kommentare (8)

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kochm
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zur Stellungnahme Dr. Michael Augustin - Realgemeinschaft

Zitat Dr. Augustin (Realgmeinschaft): „Sie fahren ja nicht nur auf den Forststraßen, sondern auch mitten durch den Wald."
Tatsache: Ich war auf einer breiten Forststraße unterwegs und wurde dort angehalten.
Augustin meint weiter, es gehe aber auch um die Sicherheit der eigenen Dienstnehmer, die im Wald unterwegs seien.
Tatsache: Es waren bis auf die Securitys keine Dienstnehmer (Waldarbeiter) unterwegs - es war Samstag nachmittag. Und natürlich fahre ich nicht in ein Sperrgebiet wegen Holzschlägerung. Es war keines ausgezeichnet!
Und nun Augustins Hauptargument: "Der Druck der Jagdpächter ist allerdings gestiegen". Das ist die alleinige Wahrheit. Die Jagdpächter und ihre Gäste wollen unter sich sein und mit ihrem SUV bis zum Hochsitz fahren!
Mit freundlichen Grüßen
Martin Koch

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alwin
8
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Bärendienst

Sie haben allen Rad fahrenden, die sich an Gesetze halten, damit einen Bärendienst erwiesen

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ich007
2
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Das sehe ich nicht so

Herr Koch hat damit, dass er den Vorfall öffentlich gemacht hat aufgezeigt, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht. Mountainbikefahren muss legal möglich werden, und das bitte nicht nur auf ein oder zwei Strecken sonder generell auf Forststraßen!
Dies kann einerseits auf Gemeindeebene durch entsprechende Vereinbarungen erfolgen oder durch eine generelle Gesetzesänderung. Im Gegenzug müssten die Wegerhalter von ihrer Haftung entbunden werden, wenn ich aus der Kurve fliege weil ich zu schnell bin oder weil ich ein übliches Schlagloch übersehe, bin ich selber schuld. Dies darf natürlich jedoch nicht für mutwillige Fallen wie nahezu unsichtbare gespannte Drähte, vergrabene Nagelbretter oder mutwillige, nicht gekennzeichnete Gräben gelten.
Mountainbiken endlich legalisieren !

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Guckguck
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Situation in Leoben

Vielleicht kann die Kleine Zeitung auch recherchieren, WER den alles in der Leobner Realgemeinschaft Grundbesitz hat. Da würde man zum Beispiel dahinter kommen dass die GEMEINDE LEOBEN einer der größten Grundbesitzer ist. Wie verhält sich die Gemeinde in dieser Sache? Wie verhält sich da der Leobner Landesrat für Sport, nämlich Anton Lang? Was sagt eigentlich der Sporthändler Intersport Tscherne (sitzt im Wirtschaftsausschuß der LRG) dazu? Vielleicht kann ja der eine oder andere am Samstag Antworten liefern. Auch der Bürgermeister Wallner wäre gefordert!

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diego1205
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Mehr öffentliche Wege für Mtb

Als Mountainbiker war ich schon viel in Südtirol, Salzburg usw unterwegs, und musste feststellen, dass wir nur hier in der Steiermark nicht willkommen sind. Gäbe es mehr Straßen, die wir benützen dürften, würden auch die Fahrverbotsgebote mehr Beachtung finden.

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9ccbede0cce763cdd1715bdbf3cba15
4
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Radfahren im Wald

Im Forstgesetz 1975 wird geregelt, dass jedermann den Wald zu Erholungszwecken betreten darf. Fahren und Reiten im Wald sind nur mit Erlaubnis des Waldeigentümers bzw. Forststraßenerhalters gestattet.

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nasowasaberauch
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Genau darum geht es ja.

In allen Alpenländern - außer natürlich in Österreich - ist das Radfahren, also Mountainbiken, auf fast allen Wegen erlaubt. Viele Studien belegen, dass es keine merkbaren verschlechterungen für die Natur als auch für die Menschen gibt, außer wenige von der Forstwirtschaft in Auftrag gegebener.

Das Zitat "In Deutschland darf man ab einer gewissen Wegbreite fahren,..." stimmt zum Beispiel auch schon mal nicht so. Das ist nur in Baden Würtemberg so. In Bayern ist jeder Weg zum Biken erlaubt, auf dem es nicht ausdrücklich verboten ist. Und im gegensatz zu Österreich, ist es fast nirgends verboten, weil ein Verbot ausreichend begründet werden muß. Viele Verbote wurden wieder aufgehoben, weil unzulässig. Eine vergleichbare Lösung wie in Bayern, wäre natürlich das erstrebenswerteste!

Die Behauptung, dass die Biker auch mitten durch den Wald fahren würde, glaub ich so nicht. Auf Wanderwegen und Forststraßen ja, aber mitten durch den Wald? Klingt natürlich gleich viel Bößer, aber ich kenn kein Laufrad, dass das mit macht... ;)

So wird mit Halbwahrheiten Stimmung gegen die Mountainbiker gemacht! Eigentlich erwarte ich mir von der Kleinen Zeitung, die ja immerhin Geld dafür nimmt, dass ich diesen Artikel lesen darf, etwas mehr Recherche. Sonst könnte man doch noch glauben, es ist eine Interessenvertretung des Großkapitals und der Kirche (einer der größten Forstbesitzer in Österreich).

Es geht also darum die Gesetzeslage endlich an die Gegebenheiten im Jahr 2017 anzupassen!

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Mizar
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Schon lange nicht mehr im Wald gewesen?

Den meisten sportlichen Mountainbikern ist auch das Befahren der Forstwege zu wenig. Deshalb fahren ja viele von ihnen mitten durch den Wald oft auch auf ziemlich steilen Strecken. Wenn man solche "Sportler" darauf anspricht, bekommt man zumeist eine freche und anmaßende Antwort.

Daher wäre richtig. Wehrt euch gegen die Anfänge.

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