„Wir sind überwältigt von der bisherigen Bereitschaft, uns zu unterstützen. Deshalb möchten wir transparent sein und euch die geplanten Projekte vorstellen“, schreibt die Bergrettung Vordernberg am Mittwoch auf ihrer Facebookseite. Neben einem neuen Geländefahrzeug werde auch ein Zubau bei der Basis am Präbichl dringend benötigt. Zwei Projekte, die sich insgesamt mit mehr als 730.000 Euro zu Buche schlagen.

Um das stemmen zu können, sei man neben den Zuschüssen von Seiten der Landesleitung und der Gemeinde auf Spenden aus der Bevölkerung angewiesen. „Wir sind aktuell gleich mit zwei Baustellen beschäftigt. Und das mit dem Fahrzeug hat uns beim Zubau zurückgeworfen“, berichtet Ortsstellenleiter Norbert Gaisrucker. Da eines der beiden Einsatzfahrzeuge, das bereits 16 Jahre alt ist, kein Pickerl mehr bekommt, stehe man vor einer großen Herausforderung. Um Notfälle in unwegsamem Gelände auch künftig adäquat versorgen zu können, müsse ein neues Geländefahrzeug um 82.000 Euro her.

650.000 Euro für Einsatzzentrale

Die zweite, wesentlich größere Baustelle betrifft die Basis der Bergrettung. In dem kleinen Haus auf der Passhöhe gibt es nicht genügend Platz. Die Ausrüstung wird in einem unbeheizten und undichten Baucontainer gelagert und geeignete Garagen für die Einsatzfahrzeuge fehlen. „Durch eine Verkleidung haben wir versucht zumindest die Optik zu verbessern. Das Problem mit Temperatur, Feuchtigkeit, Rost sowie fehlender Garage und Umkleide bleibt natürlich trotzdem bestehen“, erläutert der Ortsstellenleiter. Um sich umzuziehen, müssen die Bergretterinnen und Bergretter aktuell über eine Leiter in den ersten Stock hinauf.

Norbert Gaisrucker, Ortsstellenleiter der Bergrettung Vordernberg
Norbert Gaisrucker, Ortsstellenleiter der Bergrettung Vordernberg © Bergrettung Vordernberg

„Wir planen nichts Überdimensionales, sondern brauchen eine funktionsfähige Einsatzzentrale – mit Garagen, Materiallager und Umkleiden“, so Gaisrucker. Zudem soll auch die Ölheizung ersetzt werden. Alles in allem wird der Zubau um die 650.000 Euro kosten. „Der Plan ist fertig, und wir wollen heuer alles einreichen. Sobald das Geld da ist, kann mit der Umsetzung begonnen werden. Da sind wir jetzt auf die finanzielle Unterstützung der Bevölkerung angewiesen. Wir hoffen, dass wir das Projekt in den nächsten ein bis zwei Jahren realisieren können“, schildert Gaisrucker.