Schwarz-Blau und Schwarz-Rot„Die SPÖ in Opposition kann in der Steiermark zur Belastung werden“

Für Christopher Drexler als ÖVP-Spielmacher ändert sich im Land Steiermark durch die ÖVP/FPÖ-Koalition im Bund vorerst nichts. Es liege an der SPÖ, wie es weitergeht.

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Christopher Drexler (ÖVP) © Jürgen Fuchs
 

Wie gefällt Ihnen die neue Konstellation im Bund?

CHRISTOPHER DREXLER: Gut. Ich glaube, dass man mit dieser Regierung eine zeitgemäße Neudefinition des Verhältnisses Bund/Länder schaffen kann.

Muss man nicht fürchten, dass die Halbwertszeit enden wollend ist, wenn Maßnahmen wie die Strafsteuer für Gastwirte nur einen Tag lang halten?

DREXLER: Ein Regierungsprogramm ist nur die Beschreibung eines Zieles, da wird nachjustiert. Ich glaube, dass diese Regierung überaus stabil sein wird.

Sie haben sich gegen die Aufhebung des Rauchverbots ausgesprochen. Hoffen Sie, dass da auch noch nachjustiert wird?

DREXLER: Das letzte Wort kann nie gesprochen sein.

Jetzt gibt es nur noch in der Steiermark eine schwarz-rote Ehe. Ist der Scheidungsanwalt schon bestellt?

DREXLER: Selbst auf die Gefahr hin, bald als Dissident zu gelten: Ich glaube an die Gestaltungskraft sozialdemokratisch-bürgerlicher Koalitionen. Auf Bundesebene war dies aus vielerlei Gründen nicht mehr möglich. In der Steiermark ändert sich aus unserer Sicht nichts. Wir stellen das Land über die Partei.

Die Steiermark wählt 2020. Ist es nicht Zeit für Neues auch hierzulande, vielleicht schon früher?

DREXLER: Unsere Partnerschaft mit der steirischen SPÖ ist auf längere Zeit angedacht. Aber man muss beobachten, ob unser Regierungspartner der Versuchung erliegt, die Oppositionsrolle auf Bundesebene in die Steiermark zu importieren. Das könnte zur Belastung werden.

2018 wird in vier Bundesländern gewählt, auch in Kärnten. Glauben Sie, dass SPÖ-Landeshauptmann Peter Kaiser das Amt verteidigen kann?

DREXLER: Persönlich schätze ich Kaiser und sein Team. Wir haben in Fragen von Wissenschaft und Gesundheit eine tragfähige Südachse geschmiedet. Er hat gute Chancen, aber die FPÖ wird alles daran setzen, in Kärnten seine Position zu erobern.

Wäre das der erste Dämpfer für Schwarz-Blau im Bund?

DREXLER: Es wäre der erste Dämpfer für Blau.

Und wenn die FPÖ in Kärnten den LH-Stuhl erobert, rebelliert sie dann gegen die Regierung im Bund, wie einst Jörg Haider?

DREXLER: Da wäre meine Sorge, dass die FPÖ in der Bundesregierung zentralistische Positionen vertritt, um einiges geringer ...

Zurück zu den nächsten Wahlen in der Steiermark: Für den Fall, dass man Sie ruft: Sind Sie allzeit bereit?

DREXLER: Ich bin jederzeit bereit, auf der Landtagsliste der steirischen Volkspartei zu kandidieren!

Glauben Sie, dass der nunmehrige FPÖ-Minister Mario Kunasek als Spitzenkandidat zurückkommen wird?

DREXLER: Mario Kunasek kann getrost als Gewinner der Regierungsverhandlungen bezeichnet werden. Ich gehe mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass er Spitzenkandidat der Freiheitlichen für die Landtagswahl 2020 wird. Er konnte sein Schattendasein in der Landespolitik gegen eine glänzende Position in der Bundespolitik eintauschen.

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Danke für Ihr Verständnis.

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Welcher Unsinn .............

wird da schon wieder hineininterpretiert !!
Egal welche Partei das Sagen durch das gewählt werden hat, die Personen die gewählt wurden sind "NUR" Volksvertreter und ich appelliere wieder einmal das sie das tun und machen sollen was sie versprechen oder vorschlagen sowie auch einhalten !
Viele Leute sind dadurch geblendet und getäuscht, haben durch Einflüsse den Hang zur Realität verloren, jammern und Meckern fortwährend und vergessen dabei sich an der Nase zu nehemn und potente Vorschläge einzubringen, anscheinend ist die Politik gar nicht fähig dazu da sie wie es den Anschein hat auch in einer Scheinwelt handeln und Denken.

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tannenbaum
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Neuwahlen in der Steiermark! Dann ist Schützenhöfer Geschichte und der Ungustl Drexler hoffentlich auch! Die Roten sollen den Gewerkschaftpepo aufstellen, wenn sie den Funken einer Chance haben wollen L

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