NationalratswahlSteirer-VP geht mit sechs neuen Abgeordneten in den Nationalrat

Parteichef Hermann Schützenhöfer stellte am Freitag die Mandatare für den Nationalrat vor. Nur zwei "alte" Abgeordnete sind dabei. Und: Landesgeschäftsführer Detlev Eisel-Eiselsberg geht in den Bundesrat.

Vorstellung der Mandatare
Vorstellung der Mandatare © kk
 

"Was soll ich mit meinen 66 Jahren dort?", scherzte LH Hermann Schützenhöfer am Freitag in der Parteizentrale in Graz. Nein, er bleibe in der Steiermark. Doch von dort aus kann die Steirer-VP acht Kandidaten in den Nationalrat entsenden. Dem "sensationellen Ergebnis von plus 10,6 Prozent für die VP in der Steiermark" sei dank.

Abgesehen von den zwei Parlamentsprofis Werner Amon und Reinhold Lopatka, gehen sechs Neue in den Bund. Dazu zählt der (schwarze) "Vorzugstimmenkaiser" Christoph Stark, Stadtchef von Gleisdorf. Und dieses Amt wird er auch behalten: Ja, "das war meine Bedingung", um überhaupt am 15. Oktober anzutreten, so Stark.
Dafür erteilte ihm die Partei gleichsam eine "Ausnahme-Genehmigung" - laut Statut ist der Nationalrat für Bürgermeister von Städten mit mehr als 10.000 Einwohnern tabu.

Neu dabei und ein Signal an Forschung und Wissenschaft ist die Grazerin Juliane Bogner-Strauß. Im Nationalrat will sich die Biochemikerin für die heimischen Unis ins Zeug legen.

Nicht zu vergessen ist Spitzenkandidatin Barbara Krenn, die wie Andreas Kühberger aus der Obersteiermark kommt. Dann Martina Kaufmann ("Hat unbequeme Ideen", lobte der LH) aus Graz und Ernst Gödl. Der war mal jüngster Bürgermeister (GU), später Landtagsabgeordneter und zuletzt Bundesratsmitglied. Nun kommt der Nationalratsabgeordnete zur "Sammlung".  

Apropos Bundesrat: Gödls Platz dort nimmt Landesgeschäftsführer Detlev Eisel-Eiselsberg ein.

"Stellen keine Bedingungen"

Auf mögliche Koalitionen im Bund angesprochen, blieb Schützenhöfer bei seinem Standpunkt, wie er ihn der Kleinen Zeitung zuletzt geschildert hat. Also: "Es gibt mehr Optionen als Schwarz-Blau. Wir könnten auch zwischen zwei Sesseln durchfallen."

Aus seiner Erfahrung heraus solle seine Partei einem möglichen Partner vorab keine Bedingungen stellen. Hätte er das damals bei Franz Voves und der SPÖ gemacht, wäre es nie zu den "Reformen gegen Freund und Feind" in der Steiermark gekommen.

Wenn Kurz Österreich verändern will, dann werden ein paar schön schauen - auch bei uns.

LH Schützenhöfer

 

Kommentare (1)

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LuisGolf
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Gratuliere

zu diesem tollen Team! Da ist unserem Super LH von der ÖVP wirklich etwas perfektes gelungen! 2 altgediente Politiker, die keiner braucht gepaart mit neuen, die keiner kennt. Die Steiermark ist gut vertreten, fragt sich nur wo? Lieber Schützi, es wird Zeit zu gehen, aber bitte bald!

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