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Gemeinderatswahl 2020So verschoben sich die Kräfteverhältnisse

Überblick: Die Volkspartei konnte in 190 der 285 Gemeinden zulegen, die SPÖ in 126 und die FPÖ in 42 Gemeinden.

GEMEINDERATSWAHLEN IN DER STEIERMARK
Vor dem Wahllokal © APA/ERWIN SCHERIAU
 

Die Volkspartei konnte in 190 der 285 Gemeinden zulegen. In 15 davon erzielte sie mehr als 80 Prozent der Stimmen, in nur zwei Gemeinden kam sie auf weniger als zehn Prozent.

Ihr Top-Ergebnis - abgesehen von den 100 Prozent in Lassing, wo allerdings die ÖVP als einzige Partei antrat - erzielte die Volkspartei am Sonntag mit 92,78 Prozent in Schäffern (Bezirk Hartberg-Fürstenfeld). Das schwächste ÖVP-Resultat gab es mit 5,56 Prozent in Krieglach (Bezirk Bruck-Mürzzuschlag), wo die Namensliste der (VP-nahen) Bürgermeisterin Regina Schrittwieser mit 75,2 Prozent mit einem satten Plus erneut haushoch gewann.

>> Der Wahltag zum Nachlesen <<

Zulegen konnte die ÖVP in 190 Gemeinden, Verluste setzte es in 95 Gemeinden. Über das größte Plus freuen durfte sich die ÖVP Arnfels, wo sie ihren Stimmenanteil um 48,45 Prozentpunkte auf 80,8 Prozent ausbaute.

Die SPÖ durfte sich in 126 Gemeinden über Zuwächse freuen, den größten davon in Bad Mitterndorf. Eine Wiedervereinigung mit einer Splittergruppe bescherte ihr dort ein Plus von 45,32 Prozentpunkten (auf 54,57 Prozent).

Verluste setzte es in 152 Gemeinden, angetreten war die SPÖ in 278. In zwölf Gemeinden kam die Sozialdemokratie auf mehr als 70 Prozent, in vier übersprang sie die 80 Prozent-Marke. Das stärkste rote Ergebnis gab es in Kainach bei Voitsberg: In dieser SP-Hochburg legte die Partei um 14,3 Prozentpunkte auf 81,35 Prozent zu. In 32 Gemeinden blieb die SPÖ einstellig. Das schwächste Ergebnis gab es in der Gemeinde Hartberg-Umgebung mit 3,8 Prozent.

>> Die Parteichefs im Videointerview <<

Die FPÖ konnte in nur 42 der 233 Gemeinden, in denen sie antrat, zulegen. Das größte Plus gab es mit 23,78 Prozentpunkten in St. Jakob im Walde, wo die Blauen 2015 nicht kandidierten. Sie profitierten davon, dass dort heuer die SPÖ (die 2015 dort 23,25 Prozent holte) nicht am Stimmzettel stand. Verluste setzte es in 191 Gemeinden, in 43 davon fiel das Minus zweistellig aus; am größten war es in Neumarkt in der Steiermark mit 32,90 Prozentpunkten (auf 13,70). Das beste Ergebnis bescherte die Wahl den Freiheitlichen in Bad Blumau mit 37,9 Prozent.

Die Grünen verzeichneten in fast allen der 102 Gemeinden, in denen sie kandidierten, Zugewinne. 94 mal gab es ein grünes Plus, nur acht mal ein Minus. Am stärksten zulegen konnte die Öko-Partei in Eggersdorf bei Graz - und zwar um 13,35 Prozentpunkte auf 18,70 Prozent. Damit bescherte diese Gemeinde den Grünen ihr dritt-stärkstes Gemeindeergebnis - hinter Sankt Radegund bei Graz (19,98 Prozent) und Gleisdorf (19,58). In insgesamt 23 Gemeinden schafften die Grünen den Sprung über die 10 Prozent-Marke.

>> Die Karte mit allen Ergebnissen <<

Die KPÖ trat 37 Mal an und verzeichnete in 27 Gemeinden ein Plus. Den stärksten Zuwachs für die Kommunisten gab es in Rottenmann, wo sie erstmals kandidierten (Ergebnis 5,9 Prozent). Am meisten Stimmen erzielen konnte die KPÖ in Trofaiach mit 21,5 Prozent.

Die Neos hatten in nur 30 Gemeinden kandidiert, in 28 verzeichneten sie Zuwächse bzw. konnten überhaupt erstmals punkten. Das größte pinke Plus gab es in Ramsau am Dachstein, wo die Partei beim ersten Antreten auf 11,26 Prozent kam - was gleichzeitig das stärkste Ergebnis der NEOS bei den Gemeinderatswahlen darstellte.  (APA)

Kommentare (3)

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schneeblunzer
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In Leoben

hats die Bürgerlisten zerrieben. Die Mandate der F haben sich halbiert und die KPÖ mit großem Zugewinn.

Ogolius
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Liebe Kleine Zeitung

Irgendwie passt was nicht mit der Karte der Wahlergebnisse (Landtagswahl? 😳)

Stony8762
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In Pölstal ist es um einiges dramatischer zugegangen, als es das ohnehin schon knappe Ergebnis vermuten lässt. Der ÖVP sind vom grossen Vorsprung von 15,1% auf die SPÖ magere 0,9% geblieben. Insgesamt hat die Schwarz/Blau-Koalition 16,8%(!!!) verloren. Da ist Ursachenforschung angesagt. Mir sind einige mögliche Gründe bekannt, aber da sind beide Parteien gefordert, das selbst rauszufinden.