Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

SteiermarkSind unsere Ortskerne noch zu retten?

Verödete Zentren, zersiedeltes Land: In der Raumordnung muss sich vieles ändern. Doch die steirische Politik tut sich damit schwer. In unserer neuen Serie stellen wir die Frage: Sind unsere Ortskerne noch zu retten?

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Verödete Zentren, zersiedeltes Land: In der Raumordnung muss sich vieles ändern.
Verödete Zentren, zersiedeltes Land: In der Raumordnung muss sich vieles ändern. © Fuchs, Montage
 

Der für Wohnbau zuständige Landesrat Hans Seitinger (ÖVP) schlug kürzlich im Gespräch mit der Kleinen Zeitung Alarm: In der Raumordnung habe das Land jahrzehntelang Fehler gemacht. Auf der grünen Wiese werde zu viel gebaut, manche Ortskerne dagegen seien „nur noch geisterhaft“. Die Analyse des Politikers, die zum Teil Selbstanklage war, gipfelte in der Forderung: „Wir müssen den Mut haben, die Entwicklung an den Ortsrändern absolut zu stoppen.“

Kommentare (17)
Kommentieren
zweigerl
0
4
Lesenswert?

Aufschrei

Man hört schon den Aufschrei, sofern nur ein kleiner Schritt in Richtung "Schutz der Landschaft vor Verbauung" gemacht wird: Regulierungswahn! Beschneidung des Geschäftsmodells der Bauwirtschaft, Baumärkte usw. Und in den "Schöner Wohnen"-Beilagen der Zeitungen erblasst man vor Neid über die überdimensionierten Chalets in Traumlagen.

landbader
4
5
Lesenswert?

Zeit für Rückbau

Nachdem wir diesen ganzen Müll nicht CO2 Neutral betreiben werden können, sollten wir den nicht auch noch subventionieren. Wer dezentral wohnt, muss in Zukunft die echten Kosten für Kanal, Schneeräumung, Strasseninstandhaltung, Pflegedienste, Stromleitungen, Müllabfuhr, öffentlichen Verkehr etc zahlen.

Wenn diese Kosten vom Häusler in der Einschicht nicht aufgebracht werden können, könnte man ja den Umzug mit Abrissprämien unterstützen.

NIWO
0
0
Lesenswert?

Bitte,

bleiben Sie in Ihrem Gemeindebau und fahren am Wochenende nicht aufs Land. Wenn doch bezahlen Sie bitte Maut wenn Sie an der Stadtgrenze sind.

Zwiepack
0
4
Lesenswert?

Revitalisierung vor Neubau

Bevor in der Nachbarschaft baufällige Gebäude nicht revitalisiert werden, sollte mit Baugenehmigungen - insbesondere außerhalb der Ortskerne - äußerst sparsam umgegangen werden.

Zwiepack
0
25
Lesenswert?

Die ÖVP hört nicht auf ihren Landesrat

In unserem Gemeinderat wurde bei der letzten Sitzung wieder ein Grundstück weit entfernt von jedem Ortskern umgewidmet.

Ein paar Tage nach Seitingers berechtigtem Aufschrei. Die ÖVP'ler - wie vom Bürgermeister angeordnet - haben brav mitgestimmt für die Umwidmung.

An ihren Taten sollt ihr sie erkennen, Worte sind zu wenig!

jg4186
1
25
Lesenswert?

Es ist höchste Zeit!

Nirgends sonst wird so viel Fläche zubetoniert, zugepflastert wei bei uns!
Am Stadtrand jeder steir. Stadt findet man ein Einkaufszentrum, so gut wie alle gleich. Und die Ortszentren veröden, einheimische Händler verschwinden. Einkauszentren schaffen nicht Arbeitsplätze, sie vernichten mehr (in den Orten) - das müssen Seitinger und alle Bürgermeister endlich begreifen. Absolut kein neues Zentrum auf der grünen Wiese mehr genehmigen! Wir haben mehr als genug!

zweigerl
0
21
Lesenswert?

Inside-outside

Der trügerische inside-outside-Blickwinkel gaukelt den Steirern vor, die immer noch der Duft der Landluft umweht und das Rauschen der Wälder, dass das schöne neue Eigenheim mit den XXX-Lutz-Möbeln das Leben wunderschön macht. Wer aber auf diese Massierung von Habitaten, Strassen, Container-Gewerbesiedlungen einen Blick wirft (etwa von oben), der sieht Verschandelung durch systematischen Flächenfraß. Allein, was die Gemeinde Gralla diesebzüglich zwecks Steueraufkommens an hässlichen Verbauungen zulässt, an Erweiterungen von Autohaldendie sich in Ackerland fressen, ist eine Schande. "Steiermork, bleib stork"! gilt für die Kommunalsteuergemeinden, Autoverkaufsfabriken, Supermärkte.

Heinz-55
7
8
Lesenswert?

Zersiedelung?

Herr seitinger ware nicht schlecht sich auch des zubetonierens vo grundstun anzunehmen. Jeder Grund wird mit betonklotzen zubetoniert und die bebauungsdichte zugunsten der zersiedelug erhöht! Damit steigt die Versiegelung der Böden und gepflanzt wird immer wrniger! Wenn sie schonselbstkritisch sind dann dammen sie die enorme baudichte ebenfalls ein. Jedes Einfamilienhaus mit größerem grund hat grunflache die sie mtihrer Raumordnung zerstören! Sehr klimafreundlivh!

Windstille
2
19
Lesenswert?

Bürgermeister entmachten

Einziger logischer Schritt wäre, den Bürgermeistern die die Macht über das Thema Bauen zu entziehen. Es würde uns viel erspart bleiben, wenn nicht alle Parteikollegen bedient werden müssten und vielleicht auch noch Eigeninteresse dahintersteht, wenn z.B. ein Bürgermeister auch noch mit Immobilien oder anderen Branchen in Zusammenhang mit der Raumordnung verwickelt ist.

landbader
0
6
Lesenswert?

Landesregierung

Unsere Landesregierung ist leider nicht besser als der durchschnittliche Bürgermeister. Sie fällt im Liegen um.

meister54
0
15
Lesenswert?

Nach bayrischem Muster

sollte auch in Österreich vorgegangen werden: Die Baubehörde 1. Instanz ist nicht der Bürgermeister, sondern die Kreisbehörde. Fährt man durch Bayern, dann fällt das deutlich auf. Es wird rund um die Ortskerne in konzentrischen Kreisen gebaut und nicht zersiedelt wie bei uns. Wer war in den letzten Jahrzehnten in der Steiermark hauptverantwortlich - einzig und allein die "Bürgermeisterpartei" ÖVP (mit wenigen roten Ausnahmen, die auch nicht anders agierten). Also: Den Bürgermeistern müssen die Bauangelegenheiten entzogen werden.

leander74
1
47
Lesenswert?

Traurig...

..wie rücksichtslos, zerstörerisch und unwiderruflich mit unserem Land umgegangen wird, damit der 30te Baumarkt ,und der 50te Diskonter seine grausliche Blexhhalle hinkmallen kann.
Komme beruflich viel in Europa herum, aber so viel seelenlose Häßlichkeit wie in Österreich findet man in keinem zweiten modernen entwickelten Land in Europa.
Danke Hr.Redakteur , bleiben sie dran bei dem Thema!
René Leiter

gh03
0
8
Lesenswert?

Wenn man mit dem Flugzeug

nach Österreich zurückkehrt, sieht man die ungeordnete Verbauung sofort; und in der südlichen Steiermark ist es noch einmal schlimmer.

meister54
0
21
Lesenswert?

leander74

ich kann diese Ansicht nur total unterstützen!

meister54
0
41
Lesenswert?

Diese Politik

ist immer noch in den Gemeinden aktuell, die Erkenntnis, dass Grund und Boden ein endliches Gut sind, ist noch nicht in die Gemeinde- und Bürgermeisterstuben durchgedrungen. Jedenfalls Gratulation an Ernst Sittinger für diesen Artikel. Er bringt die Sachlage auf den Punkt!

xylem
12
20
Lesenswert?

Jahrzehntelange Fehler?

Vollkommen richtig, Seitinger ist auch seit mindestens 15 Jahren!!! Wohnbaulandesrat. In 15 Jahren kann ma nix ändern und schuld sind die anderen. Den Mut hätt ich gern hier und jetzt die Pappn aufzureißen!!!

Zwiepack
1
16
Lesenswert?

Besser spät als nie,

und Seiersberg endlich redimensionieren oder ganz zusperren!