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BeamtengehälterVerwaltung lehnt Nulllrohnrunde und Einmalzahlung ab

Am Mittwoch ging es bei den Verhandlungen über den Gehaltsabschluss für steirische Landesverwaltung und das Spitalspersonal ans Eingemachte. Personalvertreter wollen um 3,71 % mehr Gehalt.

Oberster Personalvertreter Lippitsch © steiermark.at/Streibl
 

Ohne Ergebnis ging am Mittwoch die nächste Runde von Landes-Personalvertretung, Kages-Zentralbetriebsrat und Landespolitik zu Ende. Die Positionen sind nun aber bekannt.

VP-Personallandesrat Christopher Drexler bot allen rund 25.000 Bediensteten für 2019 eine Einmalzahlung von 500 Euro an - sofern im selben Atemzug einer Nulllohnrunde zugestimmt würde.   

Die Landes-Personalvertretung (Günther Lippitsch, FCG) sowie die Kages-Betriebsräte Gerhard Hammer und Michael Tripolt lehnten ab und stellten die Forderung nach 3,71 % mehr Gehalt.

Warum 3,71 %? Nun, das berechnet sich erstens aus dem Abschluss im Bund, wo Gehälter ja um im Schnitt 2,76 % steigen.
Dazu kommen zweitens 0,95 Prozent, die seitens der Personalvertreter nachträglich für das Sparpaket 2012 etc. aufgerechnet wurden.

Zur Erinnerung: Die "Reformpartner" haben eine Verwaltungsreform durchgesetzt, zudem eine Nulllohnrunde erwirkt. 800 Dienstposten fielen seither weg. Die ebenso zugesagte "Aufgabenreform" kam aber nicht. Anders gesagt: Weniger Personal macht die selbe Arbeit.

Daher betrachtet die Personalvertretung nun die alte Vereinbarung für obsolet und will die Gehaltslücke aus 2012/2013 nachträglich geschlossen haben. 

Drexler und Landesregierung sehen das erwartungsgemäß anders. Im Laufe der Woche will man erneut verhandeln.

 

Kommentare (5)

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babeblue
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Warum schreiben die Medien immer "Beamte"?

Es gibt nur noch wenige Beamte beim Land und den Gemeinden, der Großteil sind Vertragsbedienstete!
Es wird endlich Zeit, dass das RICHTIG geschrieben wird!
Oder kommt "Beamte" besser, um Stimmung gegen eine Berufsgruppe zu machen?

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Hildegard11
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Lohn

Ein solches Angebot ist eine Frechheit und schreit nach Streik!!!

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babeblue
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Stell dir vor ...

... die KAGES-Bediensteten streiken ... oder die Lehrer ...

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MichaelP
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18
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Sogar unter der offiziellen Inflation ...

Natürlich, dem Herrn Landesrat mit 10.000 Euro oder mehr netto im Monat tut das sicher nicht weh.
Anderen dagegen schon - aber vermutlich leisten ja steirische Beamte nichts, Herr Drexler, oder?
Rechnen Sie ihren Vorschlag nur grob überschlagsmäßig (ist mir schon klar, dass eine korrekte Rechnung etwas anders abläuft) durch:
Einmalzahlung EUR 500 brutto = über den Daumen EUR 350 netto. Das durch 14 ergibt EUR 25 netto pro Monat mehr. 25 Euro sind gemessen an einem Nettobezug von EUR 1500 eine Erhöhung von 1,6 % - und das, wo die offizielle Inflation bei 2% liegt, vom wesentlich wichtigeren täglichen Einkauf gar nicht zu reden.
In welcher Welt leben Sie, Herr Landesrat?

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critica
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Gleiche Erhöhung wie für Bundesbedienstete ...

... soll auch als Endziel für die Stmk.-Landes- und Kagesmitarbeiter erzielt werden!
Dazu wünsche ich dem obersten Personalvertreter Dr. Lippitsch viel Standvermögen und Erfolg - ohne Vermehrung der grauen Haare! Die Mitarbeiter sollen nicht die Finanzierungsfehler der Politik büßen müssen!

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