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Integration

Steiermark richtet 50 Krisenplätze für junge Flüchtlinge ein

Die Steiermark erhöht den Einsatz für 560 geflohene Kinder und Jugendliche. Es werden mehr Betreuer eingesetzt und die Aufnahmegrenzen in den Quartieren gesenkt. Der Aufwand steigt um eine Million Euro.

Asylquartier (Sujet) © APA
 

Auf 560 Burschen und Mädchen hat sich die Zahl unbegleiteter minderjähriger Fremder (UMF) in der Steiermark eingependelt. Für sie rasch ein Dach über dem Kopf zu finden, lautet nicht mehr die Hauptaufgabe.
Vielmehr will die Steiermark die Betreuung und Unterkunftssituation dieser Kinder und Jugendlichen in den derzeit 19 größeren Quartieren verbessern: Der Betreuungsschlüssel und die Zahl der Plätze pro Unterkunft werden herabgesenkt.

Darüber hinaus schafft das Land 50 Krisenplätze für besonders traumatisierte Kinder und Jugendliche, wie Landesrätin Doris Kampus (SPÖ) bestätigt. Auf solchen Krisenplätzen kümmern sich zusätzliche Fachleute, wie sie in der Kinder- und Jugendhilfe eingesetzt werden, um die Minderjährigen.

Wir dürfen sie nicht einfach ihrem Schicksal überlassen, sondern müssen uns darum bemühen, dass sie auch eine Chance bekommen. 

Doris Kampus, SPÖ

Der Aufwand des Landes in diesem Bereich steigt damit heuer um eine Million auf sechs Millionen Euro. Aber "gerade diese Kinder und Jugendlichen brauchen besondere Unterstützung", betont die Sozialreferentin. In Summe hat das Land 80 Millionen Euro für das gesamte Asylwesen eingeplant. 

Maximal 30 statt 40 Kinder

Angelehnt an die Standards anderer Bundesländer wird der Personalschüssel von einem Betreuer pro 15 Flüchtlinge auf eins zu zehn umgestellt. In einem weiteren Schritt senkt die Steiermark die Obergrenze in Quartieren von 40 auf 30 Kinder und Jugendliche. 488 von ihnen sind aktuell nämlich nicht bei Pflegefamilien etc. untergebracht.

"Wir dürfen sie nicht einfach ihrem Schicksal überlassen, sondern müssen uns darum bemühen, dass sie auch eine Chance bekommen, Teil unserer Gesellschaft zu werden", unterstreicht Kampus. Der Tagssatz für Betreuungsorganisationen (wie die Caritas) steigt von 62 auf 77 Euro.

Dieser Vorstoß kommt politisch nicht ungünstig: „Zu große Quartiere, zu wenige Betreuer und zu niedriger Tagsatz“, haben Sandra Kautwaschl und Grüne erst kürzlich das Land kritisiert.

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