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KatastrophenWie sich Graz wappnet und warum es an Problembewusstsein mangelt

Die Verantwortlichen des steirischen bzw. Grazer Katastrophenschutzes, Harald Eitner und Wolfgang Hübel sprechen darüber, wie sich Stadt und Land gegen Katastrophenszenarien aller Art wappnen, wie man Eigenverantwortung ohne Panik vermittelt, wann es einen Katastrophenalarm braucht und vieles mehr.

© Jürgen Fuchs
 

Der Bitte, das Handy während der Aufzeichnung auf stumm zu schalten, konnten unsere Gäste diesmal nicht nachkommen, mit gutem Grund: Harald Eitner und Wolfgang Hübel sind nämlich für den Katastrophenschutz im Land bzw. in der Stadt zuständig und müssen deswegen immer errewichbar sein. Schließlich halten sich Katastrophen an keinen Terminkalender. Im Podcast-Gespräch mit David Knes erzählen die Gäste von verschiedensten Szenarien, auf die es gilt, sich vorzubereiten. Seien es durch den Flughafen einfallende Seuchen, Terroranschläge, Mega-Blackouts oder Überflutungen: obwohl Graz und die Steiermark sehr sicher sind, ganz ausschließen kann man nichts.

 

Man kann sich nicht einfach darauf verlassen, dass die Behörde schon alles machen wird. Das geht heute nicht mehr. Ein verstärktes Bewusstsein für Eigenverantwortung ist uns ein großes Anliegen

Harald Eitner, Abteilung Katastrophenschutz Steiermark

Graz – Laut gedacht

Das ganze Podcast-Gespräch hören Sie kostenlos hier oder auf

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Doch der behördliche Katastrophenschutz hat seine Grenzen. Deswegen betonen Hübel und Eitner, dass auch jeder einzelne eine gewisse Verantwortung trägt, etwa beim Thema Selbstbevorratung für den Ausfall von Infrastruktur. Beide bemängeln, dass vor allem in der Stadt nur die wenigsten mit der Möglichkeit rechnen, einmal kurzfristig von der Versorgung abgeschnitten zu sein. 

Harald Eitner, Wolfgang Hübel und David Knes Foto © Marianne Kolland

Blackout, Flüchtlingskrise, Klimawandel

Im Gespräch berichten Hübel und Eitner nicht nur sehr persönlich von Ereignissen, die ihnen besonders in Erinnerung geblieben, sondern auch über spannende lokale Themen, etwa: Wann wird Katastrophenalarm ausgelöst? Warum hat man diese Maßnahme bei der Flüchtlingskrise ins Auge gefasst? Welche Risiken bringt der Klimawandel mit sich oder warum es in Österreich kein Flächendeckendes Warnsystem für Handys gibt.

 

 

 

Kommentare (3)
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HPIK1RXCA6MZ63IL
1
4
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Die jüngeren Generationen sind

für solche Ratschläge verloren, die interessiert eigentlich nur das Funktionieren der social media Kanäle, ein stundenlanger Ausfall ist für diese Menschen die ultimative Katastrophe, Ärgeres liegt außerhalb ihres Erfahrungsbereiches. Und die Alten brauchen diese Tipps nicht, bei denen ist Bevorratung selbstverständlich.

unterhundert
1
7
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Auf einmal,

wird wieder auf Eigenverantwortung umgeschaltet. War es bisher so, dass auch bei kleinen Vorfällen immer ein Verantwortlicher gesucht wurde, und keiner Schul hatte. oder sich einer Schuld bewusst war, sollte eigene Verantwortung wieder normal werden? Ich bezweifle dies, warum.. Solange die Handygeneration mit Ohrenstöpseln LKW', die blinken li. abbiegen, diesen bei Kreuzungen vorfahren und verwundert sind, dass der Fahrer Sie nicht sieht , und nur Stinkefinger oder Scheibenwischer zeigen, das Autofahrer nicht verkraften können hinter einem Radfahrer (Puntigamer Strasse) mit 30 nachzufahren, und nur Hupen um diesen in den Strassengraben zwingt, ist es mit Eigenverantwortung nicht weit her.

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1
18
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Generation Smartphone

Die Generation Smartphone wird sich schwer tun, auch bei Minivorfällen.