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Graz

Speicherkanal: Der erste Millionenauftrag ist vergeben

Während die ÖVP sich über 23-Millionen-Euro-Investition freut, kritisieren die Grünen die Auftragsvergabe, weil der Speicherkanal rechtlich noch gar nicht durch sei.

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Das Grazer Kanalnetz ist derzeit ein Mischwassersystem, künftig soll vor allem bei Starkregen viel mehr gespeichert werden © Jürgen Fuchs
 

Insgesamt 81,4 Millionen  Euro wird er kosten, der Zentrale Speicherkanal, den die Stadt Graz parallel zum Murkraftwerk errichtet. Während die Energie Steiermark heute einen ersten Großauftrag an die Andritz AG vergeben hat, ist auch die Holding Graz aktiv: Den Auftrag für die Erd- und Baumeisterarbeiten bekommt Porr-Granit um 23 Millionen. "Das wurde europaweit ausgeschrieben, die lokale Bietergemeinschaft hat das beste Angebot gelegt", so Holding-Sprecher Gerald Pichler.

Kommentare (8)

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paulrandig
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Präfaktisch

Irgendwie zieht sich dieses Thema schon auffallend durch die Grazer Politik: Erst schießen, dann fragen.
Wozu rechtliche Abläufe und Vorgaben einhalten, wenn man eh alles, was einem gerade einschießt, verwirklichen kann und weiß, dass es danach noch irgendwie legalisiert wird?
Ein Shoppingcenter wurde um ein Vielfaches zu groß gebaut? Mach ma schon! Die Mur wurde aufgestaut und Millionen verbaut? Is wurscht, krieg ma schon hin!
Eine Bitte: Hört entweder auf damit, oder lasst alle mitmachen! Was jetzt passiert ist Wasser auf die Turbinen derer, die aus der Wählerohnmacht politisches Kapital schlagen.

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nasowasaberauch
4
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Das Shopping Center...

Würde aber sicher von keinem Grazer Politiker beschlossen.
Das bringt Graz nur Verkehr und keine Einnahmen.

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paulrandig
0
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nasowasaberauch

Das stimmt natürlich. Allerdings sitzt die Landespolitik auch hier, und irgendetwas am Klima (ist es der Feinstaub?) scheint höherstehenden Hirnen leicht einmal die Sicht auf die Realität zu vernebeln, egal, ob die im Rathaus oder in der Burg sitzen.

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LaoQui
3
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Also 4-5 Jahre Bauzeit!?

Und das Foto vom Grazbach /!) kommt mir sehr gelegen. Denn dieser "Überlauf" wird auch danach bei Starkregen noch riesige Wasser-Mengen in die Mur ablassen (können, denn dort oben wäre sie ja noch nicht relevant aufgestaut). Der Grazbach kann aber nicht in den Kanal geleitet werden, dazu reicht der niemals aus - und sein Wasser wird daher nie in die Kläranlage gelangen, auch wenn die zusätzlich ausgebaut werden muss. Heißt also, ein Großteil des Grazer Ostens wird weiterhin die jetzige Situation beibehalten, was aber nur dann ein Problem ist, wenn weiter so versiegelt wird, wie Nagl & Co. das gerne möchten.
Wer's noch nicht kapiert hat: der Sammelkanal muss nur deshalb gebaut werden, weil die acht bestehenden Überläufe nicht in eine aufgestaute Mur abfließen können. Aber die Stadt Graz springt für die Energie als Zahler und riskiert dafür ein Finanz-Desaster erster Ordnung. Das ist wirklich super - verantwortslos!

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Grazer1960
6
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Speicherkanal

Der Speicherkanal muss gebaut werden, weil HEUTE schon bei jedem Starkregen die Fäkalien aus dem Kanalsystem ungeklärt in die Mur geschwemmt werden. Da alle Klimaexperten sich einig sind, dass die Anzahl an Starkregenvorfällen in Zukunft nur steigen und nicht nachlassen wird, ist es für eine europäische Stadt wohl an der Zeit an diesen mittelalterlichen Zuständen endlich etwas zu korrigieren. Mit oder ohne Kraftwerk. ISt mir völlig schleierhaft, wieso man über den Speicherkanal überhaupt diskutiert.

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paulrandig
0
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Grazer1960

Ich finde den Speicherkanal ebenfalls wichtig. Es ist einfach eine Orgie an Winkelzügen, die ihn in Kombination mit der Staustufe suspekt machen. Kostet er jetzt mehr, damit das Kraftwerk offiziell weniger kostet und Investoren nicht abschreckt? Immerhin ist der Kanal Kommunensache (wir bezahlen), ein Kraftwerk hingegen Big Business. Welche Baumaßnahmen des Kraftwerkes rechnet man dem Kanal zu? Würde der Kanal alleine nicht wesentlich weniger kosten als wenn er in Kombination mit dem Kraftwerk gebaut wird?
Es sind diese Verschleierungs- und Verwirrungsmaßnahmen, gepaart mit gezielt unvollständiger Transparenz, die mir hier so sauer aufstoßen. Dass der Kanal an sich benötigt wird ist völlig klar.

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Grazer1960
6
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paulrandig

Es tut gut in einem Forum einmal jemanden zu treffen, der nicht gleich emotional durch die Decke geht. Chapeau! Solche Dinge kann man ja auch sachlich betrachten. Zum Kanal: er wird durch das Kraftwerk etwas billiger, da über eine Teilstrecke das Einrichten der Baustelle und das Aufgraben für das Kraftwerk sowieso erfolgen müssen. Echte Baukosten müssen aber strikt getrennt werden, und es darf keine Subventionierung in irgendeine Richtung stattfinden. Alles andere wäre Betrug (da verschiedene Eigentümer und Steuern etc.) und weder eine AG im Eigentum des Landes noch die Stadt Graz werden sich hier schuldig machen. Der Bau des Kraftwerks löst allerdings die gleichzeitige Notwendigkeit des Kanalbaus aus und somit muss Graz JETZT die Millionen in den Kanal investieren und kann nicht mehr lange Jahre zuwarten. Und die KPÖ wollte den Budgetposten Kanal JETZT nicht haben, da sie das Geld für andere Zwecke ausgeben wollen. Obwohl der Baubeschluss zum Kanal im Gemeinderat bereits rechtsgültig gefasst wurde.

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schmalhardt
19
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Murkraftwerk

Murkraftwerk sichert Arbeitsplätze - einfach super - Bürgermeister Nagl hat meine Stimme

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