AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

2:2 - Sturm verspielt gegen Rapid die Tabellenführung

2:0 lag Sturm Graz gegen Rapid vor der "Rapid-Viertelstunde" in Führung. Doch die Grazer gaben die Führung noch aus der Hand - und damit auch die Tabellenspitze.

© GEPA
 
Auch, wenn es zwei Euro für das Phrasenschwein kostet: Ein Fußballspiel dauert 90 Minuten, sagt man. Fragen sie die Spieler von Sturm Graz. Die hatten nämlich im großen Schlager gegen Rapid nach 75 Minuten alle Trümpfe in der Hand. Eine scheinbar komfortable 2:0-Führung, die die Tabellenspitze eingebracht hätte, ein begeistertes Publikum in der ausverkauften UPC Arena und, bis zu diesem Zeitpunkt, Tempo-Fußball der Foda-Truppe.

SMS-Voting

15.327 Stadion-Besucher wählten Samir Muratovic zum Spieler des Abends.
Vergebene Chancen. Die Fans rieben sich nicht nur wegen der Kälte schon die Hände. Dem frühen 1:0 durch einen Muratovic-Elfer folgte ein flottes Spiel. Und mit jeder Minute rückte die Tabellenführung näher. Weil die Gäste aus Wien dem schnelle Sturmspiel oft nur Fouls entgegenzusetzen hatten. Mit wenig Wirkung allerdings, den Chancen hatten die Grazer trotzdem genug. Eine davon wurde nach 63 Minuten auch verwertet - und das Solo von Andreas Hölzl löste bei so manchem ein Hochgefühl aus. Doch - zwei weitere Euro für das Phrasenschwein sind fällig - es gibt noch eine Fußballweisheit, die sich bewahrheitete: Wer die Tore nicht schießt, bekommt sie. Und Sturm hatte es zuvor verabsäumt, die Chancen in Tore umzumünzen.

Rapid-Viertelstunde. Mit dem Entzünden der bengalischen Feuer hatte der angereiste Hütteldorfer Anhang gerade die berühmte Rapid-Viertelstunde eingeläutet, da war es auch schon passiert. Der eingewechselte Erwin "Jimmy" Hoffer war per Kopf zur Stelle und erzielte in der 76. Minute den Anschlusstreffer zum 1:2. Die grün-weißen Geister waren geweckt.

Vergebene Möglichkeiten. Spätestens jetzt haderten die Grazer mit ihren vielen vergebenen Möglichkeiten in der ersten Hälfte oder dem Lattenköpfler von Petr Hlinka (74.). Die Beine wurden schwerer, Rapid übernahm das Kommando, schnürte die Grazer ein, zog ein Powerplay-Spiel auf, plötzlich schwamm die zuvor so sichere Sturm-Defensive. Die Rapidler wollten den Ausgleich - und machten ihn. Dank "Joker" Hoffer, der in der 87. Minute goldrichtig stand und zum 2:2 traf.

Siegesserie gerisssen. Statt Tabellenführer ist Sturm damit einen Punkt hinter Salzburg weiter Zweiter. Die beeindruckende Siegesserie ist zwar gerissen, ungeschlagen sind die Grazer aber nunmehr seit neun Meisterschaftsrunden.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.