Ich bin ja kein Trottel und warte, bis man mir etwas vorsetzt", macht Liebochs Bürgermeister Rudolf Aichbauer (SPÖ) eines klar. Er ist gewillt, die Gemeindereform aktiv zu gestalten und hält ein "Miteinander" mit den Nachbarorten Dobl und Haselsdorf-Tobelbad für "sinnvoll". Der Haken: Innerhalb der Kleinregion südlich von Graz war erstens Abwarten vereinbart, zweitens haben Anton Weber (Dobl, ÖVP) und Helmut Holzapfel (Haselsdorf-Tobelbad, SPÖ) andere Pläne. Aichbauer holte sich aber grünes Licht von seinem Gemeinderat und schaltet nach einer ersten Information an die Medien nun einen Gang hinauf: In seiner amtlichen Mitteilung an alle drei Gemeinden erklärt er, ein "zukünftiges Miteinander anzustreben". Er ersucht auch die Bürger der Nachbarorte, sich bei ihm zu melden. Er wolle sie bald "zu einer gemeinsamen Bürgerversammlung einladen", heißt es in dem Schreiben. "Ich will sachlich diskutieren, von einer Zusammenlegung der Gemeinden sind wir noch weit entfernt", so der Liebocher Ortschef.