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Noise Transmission

Ein Versuch, zwei Musik-Welten zu verschmelzen

Die Grazer Formation Noise Transmission verbindet Elemente von elektronischer Musik und Metal. Heute folgt die Premiere. Von Thomas Kuhelnik

Karl Steinpatz (Vordergrund) formierte eine Band um sich © Christoph Kocher
 

Elektro versus Metal – die Kluft zwischen diesen beiden musikalischen Genres scheint größer als die politische Differenz zwischen Grün und Blau. Und doch – die Musiker der Grazer Band Noise Transmission verschmelzen die zwei musikalischen Welten. Sie wandeln – will man sich an musikhistorischen Vorbildern anlehnen – auf den Spuren der Industrial-Rock/Metal-Band Nine Inch Nails.

Hier wie da begann das Schaffen nicht im strukturellen Rahmen einer Band. Am Anfang standen Ideen, die nach Realisierung schrien. Dazu startete der Wahl-Grazer Karl Steinpatz unter dem Titel Noise Transmission vor drei Jahren seine musikalischen Experimente. Anstöße und Beiträge steuerten Freunde bei – es trifft sich gut, wenn diese, wie Andreas Klinger-Krenn oder Paul Plut, etablierte Musiker der österreichischen Szene sind. So debütierte Steinpatz unter der Mitwirkung von Gastmusikern vor Kurzem mit der Doppel-CD meaning. Auf einer Scheibe stehen dabei die ruhig-elektronischen Klänge im Vordergrund, die zweite wird von aggressiv-rockendem Sound geprägt. Und doch wirkt der Soundkomplex stimmig und wird zudem durch eine konzeptuelle Klammer zusammengehalten. Die Themen Tod, Vergänglichkeit sowie das Leben im Hier und Jetzt werden aufbereitet. Spannend: Sogar der schräge Modern-Talking-Hit „You’re My Heart, You’re My Soul“ wird zu musikalischer Größe erweckt.

Erst in den letzten Monaten konkretisierten sich dann Gedanken für eine Liveumsetzung. Steinpatz formierte mit Michael Wallner, Sebastian Eibel, Rafael D. Wiener und Stefan Gößler eine fixe Formation um sich. Heute folgt im club wakuum der erste gemeinsame Auftritt als Noise Transmission. Weitere Konzerte folgen. „Und im Hinterkopf arbeitet sie schon, die nächste CD.“

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