Hinter dem Raiffeisen-Sportpark, auf der Wiese zwischen den beiden Fußballplätzen an der Ecke zur Pomisgasse, wollte die Sportunion einen Platz für das sogenannte "3x3-Basketball" errichten. Die moderne Anlage hätte rund 80.000 Euro gekostet und wäre die erste derartige in der Stadt gewesen.

Auf dieser Wiese zwischen den beiden Fußballplätzen wollte man den 3x3-Platz errichten
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Nun wird das Projekt aber abgesagt. Der Grund: Anrainer hatten zu viel Lärm befürchtet, ein Gutachten über die Lautstärke musste eingeholt werden. "Leider wurden da in den Randzeiten die zulässigen Grenzwerte geringfügig überschritten", so Markus Pichler, Geschäftsführer der Sportunion. Fazit: Eine 20 Meter lange und 3,5 Meter hohe Lärmschutzwand wird vorgeschrieben. "Die Kosten würden explodieren. Weit haben wir es gebracht, wenn man in der Stadt Sport nur noch mit Lärmschutzwänden ausüben kann."

"Wir brauchen Bewegungsräume"

"Fassungslos" ist Thomas Rajakovics, Leiter des Sportamtes. Das Areal sei seit Jahrzehnten als Sportanlage gewidmet. "Es ist ein Trauerspiel. Alles wird beeinsprucht. Wir brauchen aber Bewegungsräume." Und weiter: "Entweder will ich, dass Kinder und Jugendliche rausgehen und Bewegung machen. Oder sollen sie daheimbleiben und Computer spielen und fett werden." Es sei lächerlich, dass sich Einspruchsrechte gegen Bewegungswünsche von Kindern richten würden.

Ähnlich sei die Situation beim geplanten Pumptrack in Mariatrost: Auch dort würden Proteste einiger weniger Anrainer eine Errichtung verzögern.