Für Kurt Hohensinner ist das eine delikate Angelegenheit. Die Spatzen pfeifen vom Rathaus-Dach, sein Vorgänger als ÖVP-Chef, Siegfried Nagl, der nach der Wahlniederlage den Hut genommen hat, schule als Coach nun Funktionäre und Mandatare der Stadtpartei. Dass Nagl dies kraft seiner Routine und rhetorischen Kompetenz formidabel erledigen könnte, daran besteht kein Zweifel. Dass das aber für Hohensinner, der als Parteichef aus dem Schatten seines Vorbildes treten muss, eine Bürde wäre, ist ihm wohl auch klar.