Steirische Tischler polemisierenDas Kahr-Büro im Retro-Look und die Kritik an "Fast Furniture"

Die neue Einrichtung des Bürgermeisterinnenamtes stößt nicht überall auf Gegenliebe: Die "Steirischen Tischler" werfen Elke Kahr "falsche Symbolpolitik" vor. Das schwäche den Wirtschaftsstandort.

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Sorgt bei der Tischler-Vereinigung für Kritik: Elke Kahr und ihr Büro mit Second-Hand-Möbel © Jürgen Fuchs
 

Zeige mir, wie du wohnst, und ich sage dir, für welche Politik du stehst. Nach diesem Motto haben viele die neue, alte Einrichtung im Bürgermeisterinnenamt beurteilt. Elke Kahr (KPÖ) hat ja die großzügigen, modernen Designer-Möbel ihres Vorgängers Siegfried Nagl (ÖVP) entfernen lassen und ihre alten, gebrauchten Möbel aus dem Stadtratsbüro mitgenommen - und ergänzt mit anderen Alt-Möbeln aus dem Rathaus-Fundus und einer Spielecke. Ein Bürgermeisterinnen-Amt im Retro-Look und Ikea-Design als Ausdruck einer neuen Bescheidenheit, für die die KPÖ stehen will.

Kommentare (19)
JustnOpinion
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Reinste Polemik

Genau, die Tischler spielen sich groß auf…als ob auch nur 5% der Grazer finanziell in der Lage wären sich etwas vom Tischler leisten zu können…eher nicht, da sie jeden einzelnen letzten Euro im Monat für überteuerten Standard-Wohnraum pecken müssen, der unter dem Scheffel der Stadtregierung der letzten Jahre eine Überteuerung aus Versäumnissen von sozialen Wohnbauprojekte und hofieren großer Investoren und Bauträger im gemeinen großen Stil erfahren hat. Bravo, …aber denke eher auch, das ist eine politisch motivierte Anpatz-Taktik aus der entsprechenden Ecke, nicht mal vom einzelnen Tischler selbst…der sehr wohl auch selbst weiß, dass sich außer gut betuchten Grazern und den Firmenausbauten so gut wie keiner- leider-sicherlich tolle, hochwertige Tischlerarbeit leisten kann. Vom Vollholz-Eiche-massiv-Tisch kann man halt auch nicht abbeißen, wenn sich drauf kein Essen mehr ausgeht…

HannesK
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Dreistheit und Polemik der Tischler

Eine bodenlose Frechheit und Arroganz der Tischler bzw. der Wirtschaftskammer, sich dermaßen aufzuspielen - vermutlich wurden sie von der beleidigten ÖVP oder gar von Nagl auf die Protestiererbühne beordert, um gegen Kahr zu polemisieren!!!

C
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Langweilig?

Ist den Menschen echt so langweilig, dass sie sich über alles und jeden dermaßen alterieren müssen? Diese Empörungsgesellschaft ist fast .... zum Empören! ;-)

stadtkater
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Auch Nagls Büromöbel

waren nicht aus der Steiermark, sondern protziges Edeldesign aus dem Ausland auf Kosten der Steuerzahler.

Possan
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Es geht auch einfach, und ich nehme an

Dass die „alten“ Möbel irgendwo ihren Platz gefunden haben - und vielleicht ist mit ihnen auch ein Referent für repräsentationstermine verlorengegangen.... vielleicht hat der grad mit den ausrangierten Möbeln gemeinsam ein Büro 😁😁!!

Baldur1981
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lachhaft

Ja sicher, genau, die steirischen Tischler. Kann der Frau Kahr herzlich egal sein. Was für eine lächerliche Aufregung.

Hohoho
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Ikea ist nicht in erster Linie das was Frau Kahr vorzuwerfen ist

…der Vorwurf ist, dass sie ein mit Steuermittel bezahltes intaktes Büro rausreißen lässt, nur um ihre Symbolpolitik ins Rampenlicht zu bringen!

Hohoho
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Und Kahr reist feinste steirische Tischlersrbeit heraus, nur um ihrer Rolle…

gerecht zu werden 🥴

Possan
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Reisen 😁 wird’s

Deswegen nicht..... ! Du kennst die Tischlerarbeit???

Mein Graz
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@Hohoho

Nagl ließ sich die Einrichtung seines Büros und des Bürgermeisteramtes im Jahr 2003 um knappe 300.000 € hinstellen.

Wie groß war damals der Aufschrei derer, die jetzt Kritik üben, dass ein Büro mit geringsten Mitteln umgestaltet wurde?

doriangray
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Ui, da hat Frau Kahr ja Glück.

Man stelle sich vor, das rare Gewerbe der Vergolder oder ein österreichischer Strass-Stein-Produzent hätte protestiert. Wie würde dann wohl das Bürgermeisterinnenbüro auszusehen haben... Offensichtlich gibt es an der KPÖ-Politik sonst wirklich nichts kritisierendswertes...

Mein Graz
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Hätte Fr. Kahr um Tausende Euro neue Möbel bestellt,

der Aufschrei "Verschwendung von Steuergeld" wäre sofort gekommen.

Und alle, die es anprangern:
Die Möbel sind - wie dem Artikel zu entnehmen ist - gebraucht, wurden also nicht neu gekauft, wodurch es nicht nur zu Nicht-Verwendung von Steuergeld gekommen ist, sondern auch dazu, dass die schon vorhandenen Möbel nicht entsorgt werden mussten, denn kaum wer in einer Führungsposition im öffentlichen Dienst verwendet gebrauchte Möbel.

WASGIBTSNEUES
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IKEA

liebe Fr. BM, wissen Sie nicht das die meisten IKEA Möbel aus China kommen und unter fragwürdigen Umständen produziert und mit CO2 Dreckschleudern (Schiffe) nach Europa gebracht werden? Sie verschlechtern damit die österr. Handelsbilanz, sorgen dafür das die Tischler bei uns weniger Aufträge erhalten usw. aber Hauptsache "alternativ"

badkitten
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Mit dem Unterschied

Dass zB die Kallax aus Polen kommen… Ikea produziert bei weitem nicht alles in China sondern auf der ganzen Welt 🤦🏻‍♀️

ratschi146
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So bald du in der Öffentlichkeit irgendetwas

ausspricht, wirst du immer Positives und Negatives hören und natürlich wird viele wissen Was aus Ihrer Sicht das Richtige ist...

Mein Kommentar dazu:
Der Kugelschreiber der zwischen der Füllfeder und dem Rotstift in der linken mittleren Schreibtischlade liegt, gehört gegen eine Bleistift von Brevellier Urban ausgetauscht, damit Arbeitsplätze in Graz gesichert werden. Und ist der Radiergummi wohl auch nachhaltig produziert und in einem Papierfachgeschäft in der Grazer Innenstadt gekauft worden, wegen der kurzen Wegstrecke und des niedrigen Co2 Faktor. ;-) ;-) ;-)

CIAO
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fehlt noch der

gute alte Fleckerlteppich.
Zu schad eigentlich für die Frau BM.
Zu heimisch.
Sie wills ausländisch, also a Kelim tuts auch

privoger
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ciao

Kelim ist im Normalfall aufwendig und fast schon kunstvoll hergestellt.
ABER: IKEA hat ja auch billige Fleckerlteppiche!!!!

STEG
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Die Antiquitäten von heute

waren vor Generationen die Luxusmöbel derjenigen, die es sich leisten konnten. Handwerk und Material hatten immer ihren Preis. Kultur ist, diese Wertigkeit zu schätzen.

Baldur1981
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haha

Und wie Nagl hunderttausende Euro für Protzmöbel auszugeben, ist anscheinend auch Kultur? Eine Kultur des Geldrauswerfens