Siegfried Nagls AbschiedDer Abschied von der Lebensrolle Bürgermeister

Siegfried Nagl hat die ÖVP 2003 aus dem Tal der Tränen geholt und fast 20 Jahre lang zur Nummer eins in Graz gemacht. Er und die Stadt haben in dieser Zeit an Statur gewonnen. Doch der Höhenflug endete am Sonntag jäh.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Abschied aus dem Rathaus: Siegfried Nagl © Erwin Scheriau
 

"Graz ohne Nagl ist wie Graz ohne Schlossberg“ – in großen Lettern prangt am Tag vor der Gemeinderatswahl die Botschaft unter dem Uhrturm, die das – für die Grazer Volkspartei – Unvorstellbare abwenden soll. Dass diese Liebesgeschichte zwischen Siegfried Nagl und „der Stadt seines Lebens“ nach 19 Jahren als Bürgermeister enden könnte.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

sponsor
1
0
Lesenswert?

Mene Mene Tekel

Was bei der letzten GRW in Graz sich bereits zusammenbraute ist nun eingetreten. Für den Steuerzahler sein Geld ist manchen Politikern nichts zu teuer. So wurde viel Geld " in die Hand genommen" für manche Projekte und gleichzeitig verbraten. Dabei fehlt in Graz für manches dieses Geld an allen Ecken und Enden.
Und im Land wird auch lieber für manche Seilbahn und Tourismusprojekt gekleckert . MAGNA hat schon reagiert " sie äußern sich nicht politisch !". Klar, es geht ja um Arbeitsplätze.

neuernickname
7
6
Lesenswert?

Dass Graz so eine lebensunwerte und fürchterliche Stadt war mir echt nicht bekannt. Danke liebes Forum, dass ihr mir die Augen geöffnet habt.

Das Leben in Graz muss schrecklich gewesen sein bis gestern. Hunger und Elend, Korruption und Willkür überall. Furchtbar und das in Mitteleuropa.
Aber jetzt weiß ich endlich, warum die Grazer alle zu uns in den Speckgürtel geflüchtet sind.
Rauschen bei mir zweimal täglich vorbei in langen Kolonnen, Auto hinter Auto, einzeln sitzen sie verbissen hinter dem Lenkrad und jeden Tag aufs neue müssens in das türkise Reich des Bösen zurückfahren.

Jetzt werdens wohl alle wieder in die Stadt zurückziehen, die Speckgürtler. Jetzt wo Graz endlich wieder rot ist.

0815dabei
4
8
Lesenswert?

…Bürgermeister

…hat Herr Nagl keinen Gehalt bekommen?!?!
oder wurde er bezahlt für seine Arbeit als Manager von Graz und jetzt ist der Vertrag einfach nicht verlängert worden!
Das Leben geht weiter…
Alles Gute!

Lok13
4
32
Lesenswert?

Einseitige berichtserstattung

Aufklärender Journalismus sieht meiner Meinung nach anders aus. Diesem Artikel fehlt jegliche differenzierte Betrachtung des herrn Nagel und seinem Schaffen. Ich denke man sieht ja auch am Ausgang der Wahl für wen in den letzten Jahren (nicht nur in graz) Politik gemacht wurde. Dies könnte durchaus auch mehr eingang in die kleine schaffen :)

menatwork
3
42
Lesenswert?

Bei der "schützenden, helfenden Hand" mussten viele an den Paten denken

da steckt schon ein gerüttelt Maß an "Selbstunterschätzung" dahinter.

GanzObjektivGesehen
2
13
Lesenswert?

Kahr und Katastrophe für Graz.

Sarg und Nagel für Graz.

Danke übrigens, dass in einem anderen Bericht ein Foto von Vertretern der SPÖ veröffentlicht wurde. Das bedeutet es gibt sie noch....

GanzObjektivGesehen
5
57
Lesenswert?

Wenn Herr Nagel so viel für die Stadt getan hätte....

....dann hätten es diese ihm gedankt. Das Wesen des Grazers (und innen) ist ein freundliches. Bis man versucht ihn oder sie für dumm zu verkaufen.....

SoundofThunder
2
34
Lesenswert?

😏

Also,der Nagl ist weg,aber der Schloßberg ist immer noch da. Was plakatieren die?

gRADsFan
0
8
Lesenswert?

selbstmitleidige Selbstüberschätzung

.

a4711
4
62
Lesenswert?

. Landesrat Hans Seitinger

Man soll den Wähler nicht bevormunden, aber man hat Siegfried Nagl sehr unrecht getan, nachdem was er in den letzten Jahren für diese Stadt getan hat".
So schaut das Demokratie-Verständnis des Herrn Seitinger aus::
Heist nichts anders als:
"Der Wähler ist zu Deppert um zu Wählen !!
Also werden wir Ihn bei der nächsten Wahl bevormunden müssen!
Gut zu wissen wie die Führungsriege der ÖVP Über die Steirer( Grazer ) denkt!
Der Wähler wird solche Aussagen nicht so schnell vergessen und die Antwort bei der nächsten Landtagswahl präsentieren.

walter1955
1
9
Lesenswert?

gerade der seitinger

ein Parteihengst hat noch nicht begriffen das ,das Volk anders denkt

die wahre KPÖ ist die ÖVP
die werden sich noch bei der nächsten Landtagswahl wundern
den mit Drexler kann man keine Wahlen gewinnen

Nebelspalter
5
53
Lesenswert?

Ausgerechnet..

Herr Nestler kommentiert, als schwächster Katastrophenschutzreferent von Nagl's Gnaden Quatscht daher. Als FF Graz Chef wurde er gegangen. Hatte einen Beratervertrag dotiert mit 6000 Euro im Monat. Sein beruflicher Werdegang ist "abwechslungsreich" . Nun hat er mit Mag. Nagl einen "Förderer" verloren.

Markus5
1
13
Lesenswert?

Nestlers Kommentar ein "Witz!"

Dass sich der Herr Nestler noch öffentlich meldet, zeigt wie die
Schwarzen ticken

usbstick
2
14
Lesenswert?

Welche Verbindung gibts´ zwischen Nagl und Nestler???

Vor nicht allzu langer Zeit hat Nestler Nagl geklagt, wegen nicht ausbezahlter Konsulentenhonoraren - Nestler selbst wurde immer wieder angezeigt, angeklagt - und alle Verfahren wurden eingestellt - obwohl er der Stadt Graz und der ÖVP massiv geschadet hat. Stimmt nicht ganz - ein Verfahren wegen Unterschlagen von Fördermitteln hat er ja rechtskräftig mit einer hohen Geldstrafe verloren - oder hat unter Umständen jemand anderer seine Strafe bezahlt????

mobile49
5
58
Lesenswert?

am frechsten

fand ich das wahlposter

"graz ohne nagl ist wie graz ohne schloßberg"

wie kann man nur unseren geliebten schloßberg so "missbrauchen"

ironie off

graz ohne nagl ist immer noch graz
graz ohne unseren schloßberg
ist irgendeine stadt

stprei
48
32
Lesenswert?

Häme

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.

All jene, die sich nun über die Abwahl freuen und zu schluss noch nachtreten, sollten nicht nur überlegen, was in den letzten Jahrzehnten in Graz passiert ist und warum es uns allen so gut geht. Die Bildungs- und Forschungsstadt hat Graz vom Pensionopolis weg zu einem jungen, dynamischen Zentralraum gemacht, die Lebensqualität ist hoch wie nie. Auf den Plätzen pulsiert das Leben, es gibt viele konsumfreie Freizeitareale für die Bevölkerung.

Die Grazer haben die Veränderung an der Urne eingefordert und sie werden sie bekommen. RIchtungswahl war es keine, die KPÖ hat nur den Protest unter einem apolitischen Dach vereint.

axe
6
5
Lesenswert?

„ Auf den Plätzen pulsiert das Leben,..“

ja aber dann wird das pulsierende Leben von Nagl und Eustacchioscher law and order Politik gleich wieder verboten. Verbotene Skater an KJ- Platz, Nagelsche Buchsbaumhecke gegen Biertrinker am Hauptplatzbrunnen… Alles (und das war/ist vieles) was den Herrschaften nicht gepasst hat wurde gleich mal verboten. So stelle ich mir keine weltoffene Stadt mit Plätzen auf denen das Leben pulsiert vor…

SagServus
5
22
Lesenswert?

Die Bildungs- und Forschungsstadt hat Graz vom Pensionopolis weg zu einem jungen, dynamischen Zentralraum gemacht, die Lebensqualität ist hoch wie nie.

Nur wo würden wir wohl stehen wenn Nagl die Zeichen der Zeit erkannt hätte, dass es so nicht weitergeht?

Oder wie würde es wohl mit der Grazer Lebensqualität in den nächsten 5-10 Jahren ausschauen wenn wieder Nagl BM geworden wäre und alles einfach so weitergegangen wäre wie bisher?

Nagl spricht die ganze Zeit nur davon, wie die Stadt in den letzten Jahren nicht gewachsen ist, verschläft aber seit mittlerweile ein paar Jahren, dass das Wachstum schon längst abgeflacht und am Ende sogar zum Stillstand gekommen ist.

Vom Verkehr red ma da lieber gleich gar nicht drüber.

stprei
17
12
Lesenswert?

Hätti

Das Hätti-Tati-Wari ist müßig.

Das Wachstum ist während Corona abgeflacht, weil auch ganz zentral die Mobilität der Studenten gefehlt hat.

Wie sich Graz in den nächsten 5-10 Jahren entwicklen wird, bestimmen andere, wodurch sie den Wählerwunsch und hoffentlich auch die Wählerhoffnungen erfüllen werden.

Mich stört einfach, dass man auch noch nachtreten muss. Das ist würdelos und sagt viel über den Charakter.

SagServus
0
10
Lesenswert?

Das Wachstum ist während Corona abgeflacht, weil auch ganz zentral die Mobilität der Studenten gefehlt hat.

Die Abflachung des Wachstums begann schon vor Corona. Auf das wurde auch immer wieder hingewiesen, dass die Bauwut nix mehr mit der Nachfrage zu tun hat.

Corona war wohl maximal dafür verantwortlich, dass es komplett zum erliegen kommt. Vor allem aus dem Grund, weil viele Grazer ins Umland gezogen sind um mehr Grün zu haben.

Peter Oberleitner
15
63
Lesenswert?

Ja, sie dürfen!

Dem selbstverliebten, abgehobenen und dünnhäutigen baldigen ex-Bürgermeister geht es wie einst dem Habsburg-Kaiser Ferdinand anno 1848. Mit ungläubigem Staunen stellt er sich die Frage: "Ja, dürfens denn des?".

augurium
10
67
Lesenswert?

Nagls

negative Leistungen:
- hat 4 Koalitionen vorzeitig beendet
- populistische Luftprojekte, die viel Planungsgeld verschlungen haben - Gondeln nach Puntigam, Plabutsch, zum Thalersee, Radhaupststadt Europas, Klimahauptstadt, U-Bahn usw -
- unnötige Speicherkanal, der das sanierungsbedürftige Kanalnetz nicht ersetzen kann (Gebühren von Mio 151 € wurden nicht für die Sanierung verwendet!). Ebenso das Wasserkraftwerk inmitten von Graz inklusive (Fäkalien) Beach, denen zig tausende Bäume zum Opfer fielen und das sicher nicht zum Grazer Klima beitragen wird.
- Bodenversiegelung durch Betonklötze, nur weil er gerne Kräne sieht
- Hausgemachte Verkehrsmisere durch jahrelange Fehlplanungen
- Schulden der Stadt steigen enorm, von ca. 1,6 auf 1,7 Mrd. € bis 2022 dh. über € 5700 pro Grazer usw.

Vielgut1000
2
35
Lesenswert?

Das Ergebnis der ÖVP ist leicht zu erklären.

Die Stadt ÖVP hat die Leihstimmen, die sie bei der vorletzten Wahl gewonnen hat, wieder weitergegeben. Diese 25% entsprechen den ÖVP Stammwählern. Etwa soviel hat nämlich auch Schützenhöfer bei der LTW in Graz erreicht.

antela
5
39
Lesenswert?

das grössere Problem:

Sigi hat auf den vorderen Listenplätzen wieder ein paar kompetente "Quereinsteiger" montiert, die außer brav den Klubzwang zu erfüllen und zu allem ja zu sagen keine Kompetenz mitbringen (dürfen). Man schaue sich die Namen an..Die, die jahrelang gelaufen sind, sind auf den hinteren Plätzen "verschwunden". Da gibt es nun ein enormes Wissensvakuum, das in der oppositionsarbeit fehlen wird.

kubli
0
18
Lesenswert?

Frau Potzinger

…die Totengräberin der Grazer VP!

ed
10
73
Lesenswert?

Siegfried der XIV...

...alias "Die Stadt bin ich" nimmt seine schützende und helfende Hand von der Stadt.

Wir huldigen ihm abschließend geziemlich, zünftig, gebührend und untertänigst und wünschen alles Gute!

 
Kommentare 1-26 von 64