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Neue BegegnungszoneDer Lend erlebt sein gelbes Wunder

Die Arbeiten für die neue Begegnungszone im Lendviertel gehen ins Finale. Die ersten aufgebrachten gelben Markierungen sorgen aber für Kopfschütteln.

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© Jürgen Fuchs
 

Plötzlich sind Gehsteig und Straße gelb. Um Autofahrer darauf aufmerksam zu machen, dass zwischen Mariahilfer- und Lendplatz neue Regeln gelten, setzen Planungsreferent Siegfried Nagl (ÖVP) und Verkehrsstadträtin Elke Kahr (KPÖ) auf grelle Farbtupfen. Sie sollen die neue Begegnungszone markieren, die Ende Juni in Kraft treten wird.

Damit geht die seit mehreren Jahren vorbereitete Verkehrsberuhigung im Lendviertel ins Finale. 620.000 Euro kostet das, der Prozess war politisch mühsam: Von der Ursprungsidee einer großen Fußgängerzone, die sich bis zur Marschallgasse zieht, bleibt ein Minimalkompromiss: Ein kurzer Abschnitt in der Stockergasse wird zur Fußgängerzone, die Mariahilfer Straße und die Ökonomiegasse werden zur Begegnungszone, baulich verändert wird nichts. Und die Marschallgasse bleibt, wie sie ist.

Bezirksvorsteher Krainer: "Ich blicke neidvoll in die Schmiedgasse"

„Ich kämpfe seit 15 Jahren für eine Verkehrsberuhigung“, sagt Wolfgang Krainer, Bezirksvorsteher in Lend (ÖVP). Ist er jetzt zufrieden? Es sei gut, dass etwas passiert, sagt er diplomatisch. „Aber ich blicke schon neidvoll in die Schmiedgasse.“ Dort wurde im Vorjahr eine echte Fußgängerzone umgesetzt, „aber dafür sind wir hier wohl auf der falschen Murseite“, so Krainer.

Auf seiner Seite der Mur wird mit Farbtupfen gearbeitet. Dass das Gelb auch auf den gepflasterten Gehwegen aufgebracht wird, versteht er nicht: „Das geht ja nicht mehr weg.“

Anrainer fordern per offenen Brief "Bemalungsstopp"

Anrainer fordern sogar einen „Bemalungsstopp“. „Bitte erhalten Sie die vorhandene qualitätsvolle Pflasterung und stoppen Sie noch heute den Start der Gelbbemalung!“ ruft Maria Reiner per offenem Brief Bürgermeister Nagl und Stadträtin Kahr zu. Auch Reiner, die direkt in der Straße ihre Managerie samt Kiosk betreibt, begrüßt das „Bemühen um eine Verkehrsberuhigung“, aber nicht die Farbtupfer.

Das wird im Klebeverfahren aufgebracht und ist nicht in Stein gemeißelt. Der Praxistest wird uns die Wirkung und Akzeptanz zeigen.

Elke Kahr, Verkehrsstadträtin

Verkehrsstadträtin Kahr betont die gemeinsame Vorgehensweise mit Stadtplanungsreferent Nagl – und verteidigt die Lösung: „Genauso wie neu gepflanzte Bäume, Sitz- und kombinierte Pflanzgefäße, die noch aufgestellt werden, tragen die gelben Farbapplikationen zur Neuordnung des öffentlichen Raums bei und sind unentbehrlich“, schreibt sie in einer Stellungnahme. Rufe nach einem Bemalungsstopp versteht Kahr nicht: Das Aufbringen des „Rollplastik“ sei schon lange bekannt, die Farbe wurde sowohl mit Verkehrs- als auch Altstadtschutz-Fachleuten abgestimmt.

Kahr: Gelbe Tupfer sind "nicht in Stein gemeißelt"

Kahr will sich das „Projekt, das sich mitten in der Umsetzung befindet, nicht schlechtreden“ lassen. Und: „Das wird im Klebeverfahren aufgebracht und ist nicht in Stein gemeißelt. Der Praxistest wird uns die Wirkung und Akzeptanz zeigen.“

Ein Teil des Projektes ist übrigens bereits umgesetzt: die Einbahnregelung für Autos um den Marktplatz. Damit haben Radfahrer auf der Westseite des Lendplatzes mehr Platz.

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Danke für Ihr Verständnis.

Bumsdi
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Planungsreferent Nagl?

Was hat diese Person für eine Fachausbildung, die ihn berechtigt, als "Planungsreferent" bezeichnet zu werden?

wabra149a
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Hm?

Bananaaaaa!!!

stadtkater
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Das Plastik

reibt sich bald ab und wir atmen es ein. Danke an alle ExpertInnen!

stprei
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Autos

Ja, früher mit den Autos war alles besser.

Man liest nur:
Es sind zu wenig Anrainerparkmöglichkeiten.
Es ist so gelb.
Es ist so teuer.
Die Bäume sind so klein.
Es gibt Randsteine.

Nicht dass man sagt, super, da passiert was. Nein: Raunzen, schlecht machen, jammern ist angesagt. Weil das macht man halt so.

stadtkater
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Nach Ihrer Logik

muss man jeden teuren Blödsinn für super halten, nur weil was Neues passiert! Gratuliere!

stprei
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20

Eine Begegnungszone mit Tempo 20 ohne Parkplätze und eine neu geregelte Verkehrssituation sowie eine Fußgängerzone sind etwas Gutes.

Nicht alles Neue ist schlecht.

stadtkater
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Es geht um

die gelbe Plastikfarbe!

pontondriver77
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Idiotisch

Die Verkehrsregeln werden durch Chaos ersetzt! Und dazu gibt's gelbe Bemalung um 600.000 Euro?! Sind denn unsere Oberkasperln verrückt geworden? Die Rechnung kommt sicher bei der nächsten Gemeinderatswahl!

stprei
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Bemalung

Das ist unrichtig, zumal ja alle Maßnahmen um den Lendplatz herum so viel gekostet haben.

Aber die Verkehrsstadträtin freut sich bestimmt über die "Rechnung bei der nächsten Gemeinderatswahl!"

melahide
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Na echt

warum kann man den Lendplatz und die paar Straßen da nicht wirklich autofrei machen? Damit die Mariahilferstraße bis zum Lendplatz autofrei wird? "Weil i dann mit meinem SUV nicht bis vor die Haustür fahren kann"... na echt. Es sind viel zu viele Autos in der Stadt. Kann mir keiner erzählen, dass man echt jeden Meter motorisiert zurücklegen muss!

Jo.Klem
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da hat er recht

Die falsche Seite der Mut der Lärm die Skater und Autos

lexi
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Farben

Man hat ja in der Jakoministraße so gute Erfahrungen mit dem Einfärben der Straße gemacht, da ist verständlich dass man das jetzt am Lendplatz auch macht.......

stprei
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Jakoministraße

Die Jakoministraße war und ist aufgrund der Platzverhältnisse mit den extrem engen Gehsteigen und den Straßenbahngleisen ohnehin schwer angeschlagen und nicht zu retten.

Die rote Bemalung hat man sich damals eingebildet, das wurde aber mit roter "Zebrastreifen"-Farbe gemacht und nicht wieder entfernbar geklebt. Aus diesem Fehler hat man offensichtlich doch gelernt, was erfreulich ist.

Rutschig sollte es aber nicht sein, sonst würde man das wohl kaum für den Straßenverkehr zulassen als Material.

compositore
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Keine Sorge,

bleibt ohnehin nicht lange gelb. Mit ein bisserl Schmutz und Abrieb wirds wunderbar aussehen :-)

lexi
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Geklebt

Und ich möchte nicht wissen wie rutschig die geklebten Flächen bei Nässe sind.

stprei
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Abstellanlage

Leider wurde im Zuge der Verkehrsberuhigung auch die Radabstellanlage an der Ecke Mariahilferstraße/Ökonomiegasse entfernt, die immer stark ausgelastet war.

Kommt hier Ersatz oder sind in Begegnungszonen rechtlich keine Abstellanlagen möglich?