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AnalyseWie Corona unser Einkaufen verändert

Onlineshoppen boomt im Dauerlockdown. Was das für den Handel im Raum Graz heißt – und für uns Kunden.

Einkaufen im Internet boomt
Einkaufen im Internet boomt © Gina Sanders - Fotolia
 

Irgendwann haben selbst die widerstandsfähigsten Idealisten unter uns aufgegeben und zum Handy gegriffen. Oder halt am Computer auf „Warenkorb“ geklickt. Und sich dann doch weit mehr als gedacht darüber gefreut, dass ein paar Tage später das bestellte Produkt vor der Tür lag – als kleine Aufmunterung in besonders herausfordernden Zeiten.

Kommentare (6)
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tenke
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Bin fast fassungslos.

Warum ist es der KlZ nicht möglich, einen Artikel über den Handel ohne eine Wortmeldung des Herrn Wäg zu verfassen??

Nixalsverdruss
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Was ist mit dem Handel los? (1)

Bei all dem Wundenlecken des Handels in der Coronazeit müssen sich die Unternehmen auch die Frage stellen, warum sie über Jahre den Onlinehandel verschlafen haben.
Als einer, der in seiner Kindheit den Großteil seiner Kleidung, Geschenke, Spielsachen, etc. - soweit ich sie neu bekommen habe - aus dem Versandhauskatalog von K&Ö, Universalversand, Quelle, etc. ausgesucht habe bwz. ausgesucht worden ist.
Bei Ladenöffnungszeiten von "Mo. 8.00 - 12.00 u. 15 - 18.00, Samstag 8.00 bis 12.00 und Dienstag nachmittags geschlossen_" war es meinen Eltern damals nur schwer möglich, mit uns Kinder in diesen Zeiten einkaufen zu gehen. Damals hatten wir auch öfters bei K&Ö bestellt - und die Waren im Kaufhaus in Graz abgeholt.
Die Versandhauskataloge wurden Ersatzlos gestrichen - obwohl bereits in Deutschland, England und den USA Ende der 90er-Jahre mit dem Aufkommen des Internets die "Onlineshops" (die damals noch nicht so hießen) als Antwort auf das zunehmende "Cocooning" (sich zuhause "einzuspinnen") eingerichtet wurden.
So sind viele große Händler entstanden - und unsere heimischen Betriebe haben das halt versemmelt. Der "Versandhandel" wurde meist ins Ausland verkauft - eine Entkoppelung des Sortiments erfolgte - und nun wundert man sich, dass einige Große das Geschäft machen.
Selbst schuld könnte man sagen.
Meine Antwort darauf: Ich kaufe kaum mehr online - ich kaufe beim Händler vor Ort - sowohl Sportartikel, Kleidung, etc.

Nixalsverdruss
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Was ist mit dem Handel los? (2)

Der Onlinehandel ist aber auch ein großer Faktor, wenn es um die Verschuldung von jüngeren Menschen, jungen Familien, etc. geht.
Hier wird "auf Pump" eingekauft - meist mehr als erforderlich - als Gesellschaftsspiel für die ganze Familie am Wochenende - es gibt ja eh das Umtauschrecht, darum etwas großzügiger, -und dann steht man vor dem Dilemma, das ganze auch bezahlen zu müssen.
Wir haben damals meist am Sonntag im Katalog ausgesucht - die Bestellkarte (das Probeformular) ausgefüllt - und meist nach ein paar Tagen erst abgeschickt. Und nicht einmal wurden Dinge gestrichen, die uns am Sonntag wichtiger waren als am Mittwoch ...
Somit mein Tipp:
Kaufen Sie beim Händler vor Ort - sie sichern Arbeitsplätze und auch ihre Wohngemeinde profitiert davon. Das Geld bleibt quasi im Ort.
Wenn Sie online kaufen, lassen sie die Waren ein paar Tage im Warenkorb. Spontankäufe sind oft der Laune des Tages geschuldet - oft sieht "der echte Bedarf" ein paar Tage später anders aus
Kaufen Sie nur, wenn Sie sich das auch leisten können - Ratenzahlungen sind oft ungleich teurer als ein Kontoüberzug, wenn es schon sein muss.
Fragen Sie sich im Sinne der Umwelt auch, ob sie das alles brauchen, was sie bestellen...
Shoppen ist super - aber oft führt das gerade bei Jüngeren direkt in die Schuldenfalle!
Alles Gute - und denken Sie an die Händler vor Ort - die oft zu klein sind, um einen Onlinehandel zu betreiben. Verlassen Sie das "Cocooning" - sie halten das schon aus, wenn Sie Menschen treffen...

melahide
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Schade

Ist halt, dass es kein „Graz Shopping“ Online Teil gibt. Wo Händler ihre Waren listen, ich das bestelle und mir das dann per Post oder Veloblitz geliefert wird. Weil gerade in Zeiten, wo es e so viele arbeitslose gibt, werden sich schon Leute finden die da mitarbeiten.

Und die Zustellung muss nicht gratis sein! Wenn ich Essen bestelle zahl ich auch oft 2 Euro Zustellgebühr.

Alfa166
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Wer braucht Graz Shopping wenns Amazon&Co gibt?

Ich geh doch nicht doppelt so viel zahlen und warte dann ewig auf meine bestellten Artikel, wenn ich mit Prime in 2 Tagen alles zu einem top Preis bekomme....

gm72
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Traurig aber wahr

Ist leider so und der Gigant wird immer größer, während alle anderen - auch jene, die es schlicht und ergreifend verschlafen haben - um ihre Existenz kämpfen und ihnen kaum noch etwas einfällt, um erfolgreich zu sein.