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Schließungen befürchtetGrazer Kulturszene fordert: "Lasst uns offenbleiben!"

Grazer Kulturschaffende von Schauspielhaus bis Kunsthaus fordern in Anbetracht der jüngsten Entwicklungen, dass sie weiterhin offen bleiben dürfen - und dass politisch nicht mit zweierlei Maß gemessen wird.

Auch das Grazer Schauspielhaus - hier bei einer Veranstaltung im Oktober - unterzeichnete die Forderung © Hanschitz
 

Für den Fall, dass Orte geschlossen werden müssen, werde man das umsichtig und verantwortungsvoll mittragen, heißt es in einer Aussendung der Grazer Kulturschaffenden vom Freitag. Aber: "Wir fordern, dass hier politisch nicht mit zweierlei Maß gemessen wird und in Maßnahmenpaketen der Kultur kein geringerer Stellenwert als anderen Sektoren der Gesellschaft zugewiesen wird."

Das Mail ist gezeichnet von Helga und Sandro Droschl (Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien), Jörg Ehtreiber (Geschäftsführer & Intendant FRida & freD - Das Grazer Kindermuseum), Beate Engelhorn (Künstlerische Leitung & Geschäftsführung Haus der Architektur), Astrid Kury (Akademie Graz), Iris Laufenberg (Geschäftsführende Intendantin Schauspielhaus Graz), Wolfgang Muchitsch und Alexia Getzinger (wissenschaftlicher und kaufmännische DirektorIn am Universalmuseum Joanneum), Heidrun Primas (Forum Stadtpark), Michael Schilhan (Geschäftsführender Intendant Next Liberty), Barbara Steiner und Katrin Bucher Trantow (Direktorin und Stv. Leitung Kunsthaus Graz). In Anbetracht der jüngsten Entwicklungen will man ein weiteres Mal die Wichtigkeit von Kunst und Kultur für das Zusammenleben betonen – "auch und gerade in Zeiten der Pandemie!", wie es heißt: "Denn Kunst und Kultur ist weit mehr als bloße Unterhaltung."

Und weiter: "Besonders in Zeiten der Einschränkungen verstehen wir es als unsere Pflicht, weiterhin offen und zugänglich zu sein und für Austausch, Diskussion, Anregung, ‚Berührung‘ und Unterhaltung zu sorgen – und auch einer Vereinzelung und Vereinsamung entgegenzuwirken." Das Publikum, das man als verantwortungsbewusst und den Sicherheitsanweisungen folgend wahrnimmt, solle weiterhin die Freiheit zugestanden bekommen, dieses Angebot wahrnehmen zu können. Es gehe aber auch um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Freien Kunstszene, "die sich weit über das Mindestmaß hinaus kooperativ verhalten". Ihnen solle es weiterhin möglich bleiben, ihren Berufen nachzugehen und ihre Existenzen finanziell abzusichern.

Kommentare (4)
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Lodengrün
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Alles gut und schön

aber da werden sie nicht durchkommen denn dann schreien die Eventmanager auf. Warum hat sich Herr Rinner von der Oper dieser Gruppe nicht angeschlossen? Muss er der Parteilinie entsprechen, der Kulturmanager des jahres?

Katerchen
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Arbeitsplätze

Es geht auch in der Kultur um Arbeitsplätze! Zumal in der Kulturbranche oft prekäre Arbeitsverträge vorherrschen- kein Auftritt= kein Geld. Wenn der Staat die Theater etc. zusperrt soll er dafür zahlen!

Stubaital
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Kultur

Derzeit brauchen wir keine Kultur, wir brauchen eine Kapazität an Intensivbetten.
Checkt es endlich.

Luger13
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Messen mit zweierlei Maß....

......kann man wohl bei der derzeitigen Zuspitzung der Krise - die Intensivspitalskapazitäten drohen in 2 Wochen nicht mehr auszureichen , dann käme es zur Triage - leider nicht immer verhindern . Es müssen einfach die Personenkontaktzahlen im möglichst großen Umfang reduziert werden. Es gilt dies vor allem in Bereichen zu versuchen, die den größten Effekt bewirken. Das Verbot von (Kultur-)Veranstaltungen und Events unterbindet größere Menschenansammlungen und ist daher effektiv. Wir brauchen derzeit keine 800 m2 Baumarktdiskussion sondern rigorose Kontaktreduktionen ! Nur so kann der Bildungsbereich unbeeinflusst bleiben. Wir werden es ein paar Wochen ohne Kultur live schaffen !