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Radfahrer aufgepasstZu schnell unterwegs: Stadt Graz setzt jetzt auf den "RADar"

Der Radweg in der Conrad-von-Hötzendorf-Straße gilt als einer der unsichersten im Grazer Stadtgebiet. Jetzt wurde eine neue Kampagne für mehr Verkehrssicherheit gestartet.

RADar
Nicht schneller als 10 km/h vor einer Kreuzung: Darauf will die neue "RADar"-Kampagne hinweisen © KFV
 

In der Statistik nehmen sie einen traurigen Spitzenwert ein: Rad-Unfälle im ungeregelten Kreuzungsbereich. Und ungeregelte Kreuzung mit Radweg gibt es entlang der Grazer Conrad-von-Hötzendorf-Straße jede Menge. Deswegen haben Stadt Graz und Kuratorium für Verkehrssicherheit eine neue Kampagne gestartet: "RADar".

Kommentare (9)

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MoVeiT
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In Kopenhagen...

...sind Radüberfahrten aufgepflastert. Autos, die den Radweg überqueren wollen, müssen also im wahrsten Sinne des Wortes über diesen drüberfahren. Das führt zu einer Reduktion des Tempos für die Autos und zu erhöhter Aufmerksamkeit.

In Graz hingegen müssen Radfahrer auf einer Hauptroute auf 10 km/h runterbremsen. Es ist noch ein sehr weiter weg zur Fahrrad-Hauptstadt Graz, liebe Politik.

dieRealität2020
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das Spricht für Graz, immer und überall im Spitzenfeld

"... 106 Unfälle in Graz an Radfahrüberfahrten..."
mehr ist eigentlich dazu nicht zu sagen als, Graz ist anders.
.
Das nennt man resistent gegen das Recht.

MoVeiT
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Die STVO ist ein Gesetz für Autos...

...was nicht wirklich verwundert, da dieses Gesetz aus der Zeit der autogerechten Stadtplanung stammt. Es wird Zeit, solche unsinnigen Bestimmungen zu revidieren und andere Wege zu finden, den Radverkehr sicherer zu machen, ohne Radfahrer ständig einzubremsen oder zu blockieren. Wie soll denn so die große Radoffensive gelingen?

siral1000
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Priorität

Wie wärs, wenn man in Graz mal aufwacht und der sanften, umweltfreundlichen Mobilität den Vorrang gibt? Ein Trauerspiel, diese Verkehrspolitik.

BigC
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Zuerst bremst die Kahr

Die Autofahrer und jetzt die Radfahrer.

nasowasaberauch
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Eher ein Fehler der STVO und der Verkehrsplanung

Es ist absurd genau von den Verkehrsteilnehmern, die die Energie zur Beschleunigung per Muskelkraft aufbringen müssen, zu verlangen, dass sie permanent fast zum Stillstand kommen.
Vor allem bei der Radwegführung so wie in der CVH. Viele Einfahrten, Kreuzungen.
Die normale Reisegeschwindigkeit mit dem Rad liegt irgendwo zwischen 20-30 km/h. Dannach sollten sich die Radwegplaner richten, nicht nach möglichst kurzen Ampelphasen für die Autofahrer.
Und ja, ich fahre selbst mit dem Auto in der Stadt und bekomme jedes mal Zustände, wenn ich sehe wie andere KFZ Lenker Radfahrer überholen und fast in parkende Autos drängen oder beinahe überfahren.
Alleine, dass in der STVO der Sicherheitsabstand nur empfohlen und nicht bei Strafe eingefordert wird....
Das läßt tief blicken!

stprei
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Schutz

Diese Regelung dient wesentlich dem Schutz der Radfahrer, zumal dadurch dem anderen Verkehr Zeit gegeben werden soll, sich davon uberzeugen, ob querender (bevorrangter) Radverkehr kommt. Bei höheren Annäherungsgeschwindigkeiten ist das sehr schwer, dann kommt wieder die Geschichte von "auf einmal war er da". Ist ja nichts anderes als eine ungeregelte Kreuzung mit Rechtsregel. Da muss auch jeder langsamer werden und auf Querverkehr achten.

Und es ist keinesfalls "absurd" von Verkehrsteilnehmern im Kreuzungsbereich Rücksichtnahme und angemessene Geschwindigkeit zu verlangen, da dies der allgemeinen Unfallverhütung dient. Auch Fußgänger dürfen nicht überraschend vor herannahenden Fahrzeugen auf den Zebrastreifen treten.

Und wirklich tief blicken lässt, wie sich Radfahrer drüber aufregen, dass ihnen zärtlich (rote und grüne Smileys) die für sie geltenden StVO-Bestimmungen in Erinnerung gerufen werden (FuZo Schmiedgasse, 10km/h Übergänge).

MoVeiT
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Radfahrer kann man auch schützen...

...ohne sie ständig einzubremsen oder zu benachrangen. Beispiele gibt es in jenen Städten, die zurecht als Fahrradstädte gelten, etwa Amsterdam, Kopenhagen, Groningen, Leuven oder Münster. Die Politik wäre mal gut beraten, einen Betriebsausflug dorthin zu machen. Und die Bundesregierung, immerhin mit grüner Verkehrsministerin, sollte sich mal daran machen, die STVO zu überarbeiten.

nasowasaberauch
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Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Statt permanente Benachteiligung und Investitionen im homeöpathischen Ausmaß für Fahrradinfrastruktur sollte endlich in die Tasche gegriffen werden und vernünftiges gebaut werden.